Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Französischen und Arabischen von Erdmute Heller. "Adieu Rosalie" ist ein Roman über das Exil. Er berichtet vom Schicksal eines arabischen Intellektuellen, der - zerrissen zwischen zwei einander zurückweisenden Welten - am Ende sein Gleichgewicht, seine Identiät und selbst seine "raison d'etre"verliert. Doch die Geschichte dieser Tragödie wird mit hintergründigem Humor erzählt und fasziniert durch ihre Sprache, ihren Stil und die arabesk miteinander verwobenen Ereignisse.
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 06.10.2004
Die Rezensentin Edith Kresta ist beeindruckt von diesem Buch, das auf sie offensichtlich eine starke Sogwirkung ausgeübt hat. Nach eigenem Bekunden ist ihr erst zum Ende ihrer Lektüre klar geworden, "wie man selbst dem Wahn und den existenziellen Ängsten eines modernen Heimatlosen aufsitzt". Die Paranoia, die sich durch das Buch zieht, findet die Rezensentin jedenfalls sehr eindrucksvoll vermittelt, erzählerisch ist das Buch ihrer Meinung nach "sehr dicht". Die Geschichte dreht sich um einen Protagonisten, der sich "zum Literaten geboren fühlt, aber nie Ruhe für sein Werk findet" und statt dessen seinen eigenen Projektionen, Erinnerungen und Träumen nachjagt.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 19.06.2004
Der Rezensent mit dem Kürzel "as" ist wenig begeistert von diesem Roman über einen jungen Tunesier, der zunächst in Tunis, dann im Münchner Exil seinem Bohemien-Leben nachgeht, das auf den Rezensenten allerdings seltsam blutleer wirkt. Er wird mit dem Roman einfach nicht warm, und das liegt seiner Meinung nach vor allem daran, dass der "allzu oft von Gehässigkeit und Überheblichkeit" geleitete Protagonist kein Sympathieträger ist. Außerdem bemängelt er die fehlende Dramaturgie des Buches: "Trotz der zwischen die wechselnden Figurenporträts und Schauplätze geschobenen Rekapitulation von Milouds Lebensgeschichte bleibt das Buch insgesamt seltsam monoton". Einzig die Rückblenden auf die Kindheit des Protagonisten schaffen es, das Interesse des Rezensenten zu wecken.
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