Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Hassouna Mosbahi

Adieu Rosalie

Roman

Cover: Adieu Rosalie

A1 Verlag, München 2004
ISBN-10 3927743690
ISBN-13 9783927743694
Gebunden, 205 Seiten, 18,80 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Aus dem Französischen und Arabischen von Erdmute Heller. "Adieu Rosalie" ist ein Roman über das Exil. Er berichtet vom Schicksal eines arabischen Intellektuellen, der - zerrissen zwischen zwei einander zurückweisenden Welten - am Ende sein Gleichgewicht, seine Identiät und selbst seine "raison d'etre"verliert. Doch die Geschichte dieser Tragödie wird mit hintergründigem Humor erzählt und fasziniert durch ihre Sprache, ihren Stil und die arabesk miteinander verwobenen Ereignisse.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 06.10.2004

Die Rezensentin Edith Kresta ist beeindruckt von diesem Buch, das auf sie offensichtlich eine starke Sogwirkung ausgeübt hat. Nach eigenem Bekunden ist ihr erst zum Ende ihrer Lektüre klar geworden, "wie man selbst dem Wahn und den existenziellen Ängsten eines modernen Heimatlosen aufsitzt". Die Paranoia, die sich durch das Buch zieht, findet die Rezensentin jedenfalls sehr eindrucksvoll vermittelt, erzählerisch ist das Buch ihrer Meinung nach "sehr dicht". Die Geschichte dreht sich um einen Protagonisten, der sich "zum Literaten geboren fühlt, aber nie Ruhe für sein Werk findet" und statt dessen seinen eigenen Projektionen, Erinnerungen und Träumen nachjagt.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 19.06.2004

Der Rezensent mit dem Kürzel "as" ist wenig begeistert von diesem Roman über einen jungen Tunesier, der zunächst in Tunis, dann im Münchner Exil seinem Bohemien-Leben nachgeht, das auf den Rezensenten allerdings seltsam blutleer wirkt. Er wird mit dem Roman einfach nicht warm, und das liegt seiner Meinung nach vor allem daran, dass der "allzu oft von Gehässigkeit und Überheblichkeit" geleitete Protagonist kein Sympathieträger ist. Außerdem bemängelt er die fehlende Dramaturgie des Buches: "Trotz der zwischen die wechselnden Figurenporträts und Schauplätze geschobenen Rekapitulation von Milouds Lebensgeschichte bleibt das Buch insgesamt seltsam monoton". Einzig die Rückblenden auf die Kindheit des Protagonisten schaffen es, das Interesse des Rezensenten zu wecken.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

Mehr Bücher aus dem Themengebiet

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren