Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Hasso Hofmann

Einführung in die Rechts- und Staatsphilosophie

Cover: Einführung in die Rechts- und Staatsphilosophie

Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2000
ISBN-10 3534059751
ISBN-13 9783534059751
Kartoniert, 224 Seiten, 25,51 EUR

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Klappentext

"Nachdenken über das Recht ist Teil des Nachdenkens über die gute, den Menschen zuträgliche Ordnung des Gemeinwesens" (H. Hofmann) ? im Sinne dieser Einsicht werden Ideen des Rechts und Konzepte des staatlichen Gemeinwesens in ihrem Zusammenhang gesehen und erläutert. Gut lesbar und anhand zahlreicher Beispiele führt der Autor sowohl historisch als auch systematisch in die Rechts- und Staatsphilosophie ein. In vier Teilen entfaltet er die formellen und materiellen Grundbegriffe der Rechtsphilosophie, spürt dem Verhältnis von Staats- und Naturrecht nach und diskutiert aktuelle Kernprobleme wie Freiheitsbegriff und Gerechtigkeitsfrage. Das Buch bietet eine Bestandsaufnahme heute maßgeblicher theoretischer Positionen und zeigt, dass sie Konsequenzen bestimmter epochaler Problemlagen sind.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 28.12.2000

Was ist brillant? liesse sich fragen. Angesichts der von Hauke Brunkhorst aufgeworfenen Frage, was Recht sei und seinem Urteil zu diesem Buch. Streitbar jedenfalls findet der Rezensent die Thesen des Autors, seine "modische Sozilstaatskritik" und die Vorstellung davon, dass soziale Gerechtigkeit "keine Illusion" sei. Und brillant? Brillant, schreibt Brunkhorst, sei die Art, wie in diesem Buch Fragen von politischer Aktualität mit historischer Tiefenschärfe und grundbegrifflicher Klarheit vereint würden.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.12.2000

Der Rezensent bekennt seine Schwierigkeit, dieses Buch angemessen zu besprechen: zu komplex, anderen Monografien zum Thema "weit überlegen". Nur zu empfehlen also für Leute, die sich mit dem Stoff auskennen. Als "Einführung in die Rechts- und Staatsphilophie" darum ganz und gar nicht geeignet. Detlef Horster gelingt es seinerseits nicht, Laien in die Materie des Buches einzuführen, was einen angesichts des redaktionell gewährten Raums für seinen Artikel auch kaum wundert. Zwei Hauptaspekte des Buches vermag er zu benennen: die Begründung und die Geltung des Rechts. Hofmanns Vorgehensweise bezeichnet er als diachron und synchron zugleich: da werden Paradigmenwechsel in der Rechtsauffassung quer durch die Geschichte behandelt, aber auch der Streit zwischen Gerechtigkeitstheoretikern und Positivrechtlern aufgerollt: bei den letzteren vermutet der Rezensent den Autor.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 08.07.2000

Der Rezensent mit dem Kürzel „hof“ weist zunächst darauf hin, dass man auch Jurist werden kann, ohne je einen Gedanken daran verschwendet zu haben, was „das Recht“ eigentlich ist. Hofmanns Einführung in die Thematik scheint ihm ein gelungener Beitrag zur Beantwortung dieser Frage zu sein. Anders als meist üblich habe Hofmann sich nicht für einen historischen oder systematischen Ansatz entschieden, sondern beide miteinander verknüpft. Dabei werden, wie „hof“ feststellt, sämtliche historisch-rechtsphilosophisch bedeutenden Felder abgeschritten und - bis auf Spinoza - alle großen Rechtsphilosophen vorgestellt. Was die zeitgenössischen Philosophen betrifft habe Hofmann vor allem die Kommunitaristen berücksichtigt. „Critical Legal Studies und die Postmodernisten kümmern ihn (noch) nicht“, so „hof“. Besonders lobenswert findet der Rezensent darüber hinaus, dass Hofmann im Schlusskapitel die Rechtsphilosophen zu stärkerer Einmischung bei den Diskussionen über die soziale Marktwirtschaft auffordert.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren