Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Hartmut von Hentig

Fahrten und Gefährten

Reiseberichte aus einem halben Jahrhundert 1936-1990

Cover: Fahrten und Gefährten

Carl Hanser Verlag, München 2000
ISBN-10 3446199330
ISBN-13 9783446199330
Gebunden, 406 Seiten, 25,46 EUR

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Klappentext

Über fünfzig Jahre bereiste Hartmut von Hentig zu Fuß, zu Pferd, in einem Segelboot, auf dem Motorrad und mit dem Flugzeug ein Dutzend Städte, Länder und Landschaften: Arabien und die Alpen, Island und die USA, Paris und Berlin, Griechenland und das Mittelmeer, Ostpreußen und den Bodensee, Kolumbien und den Kongo. Seine Berichte dieser Reisen zeigen nicht nur Orte, sondern auch die Menschen und ihre Kultur.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 01.03.2001

Dieter Richter entdeckt in Hartmut von Hentigs gesammelten Reisberichten die hohe Kunst der Reiseliteratur wieder und ist von diesem "fesselnden Buch" schlichtweg begeistert. In der "Tradition der Bildungsreise" werde hier beim Reisen der Pädagoge Hentig zum "Erzieher... als Wandergefährte". Die Unmittelbarkeit der verschiedenen Berichte, die meist während oder kurz nach der Reise niedergeschrieben wurden, überzeugt den Rezensent ebenso wie Hentigs "Kunst des Schreibens". Derartig beglückt verleiht der Rezensent am Ende Hentig den "Meister und Magister" der Reisekunst und bedankt sich so für eine anscheinend sehr anregende Lektüre, die "nur manchmal allzu Persönliches überspringen" musste.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 02.12.2000

Reisen bildet bekanntlich. Und wenn wir das richtig verstehen, so hat der Autor, "ein eher unruhiger Geist", wie Rezensent "mim" anmerkt, hier so etwas wie seine Lehr- und Wanderjahre dokumentiert. Bei einem Rückblick auf 54 Jahre macht das nicht weniger als 17 Reisebeschreibungen auf 406 Seiten. "Ein nicht eben schmales Buch", meint "mim" sehr richtig, und von lebenspraktischem Wert dazu. Dass von Hentig seine "detaillierten wie panoramaartigen Beobachtungen" überdies "stilsicher auszudrücken versteht", verführt allerdings weniger zum Reisen - wie "mim" die Absicht der Texte umschreibt - als vielmehr dazu, das Buch erst einmal zu lesen.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.10.2000

"Will er uns die Welt zeigen, oder will er uns seine Welt zeigen?" fragt ein mit "maha" unterzeichnender Rezensent angesichts dieser Berichte über Reisen aus mehr als 60 Jahren. Die Antwort bleibt vage, denn der Rezensent findet die Reisebeschreibungen eigentlich nur deshalb interessant, weil sie viel über den Autor Hartmut von Hentig selbst erzählen: "Der Mensch ist ein Idealist von einer Art, wie sie heute in Deutschland nahezu ausgestorben ist," lesen wir und erfahren, dass von Hentig die "Bielefelder Reformschule" gegründet hat, dass er mit Weizsäckers und Dönhoffs befreundet ist, und dass er 1944 von Ost- nach Westpommern ritt und Unvergleichliches über den Himmel zu sagen hatte. Wir erfahren auch, dass er sein pädagogisches Reformwerk als Gegenbewegung zur Verdrängungsmentalität der Wiederaufbaujahre verstand. Und wir sehen mal wieder, dass Reisen bildet: bei manchen das Herz.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 23.09.2000

Als "Chronik der deutschen Jugend nach dem Krieg" bezeichnet der Rezensent Fritz Göttler die insgesamt siebzehn Texte, mit denen der Pädagogikprofessor Hartmut von Hentig seine Reisen, die meisten zwischen Kriegsende und 1960, beschreibt. In diesen Texten kristallisiere sich bereits "die Kraft der Widersprüchlichkeit" heraus, die später den Pädagogen von Hentig ausmachen sollte. Besonders die ganz frühen Texte findet Göttler interessant und modern, "weil der junge Erzähler seine Erfahrungen nicht zu gewichten versucht."

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

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12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

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