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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Hartmut Lange

Leptis Magna

Zwei Novellen

Cover: Leptis Magna

Diogenes Verlag, Zürich 2003
ISBN-10 3257063369
ISBN-13 9783257063363
Gebunden, 166 Seiten, 16,90 EUR

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Klappentext

Auf zu neuen Ufern - doch zu welchen? So könnte das gemeinsame Motto dieser beiden Novellen, "Der Umzug" und "Leptis Magna", lauten. Sie handeln von Krisen und Lebenslügen, von der Balance zwischen Bodenhaftung und Selbstverlust, von Bindungsängsten und dem Sog der Selbstauflösung.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.03.2004

Rezensent Gerhard Stadelmaier ist begeistert von den beiden Novellen dieses Bandes. Nicht nur weil ihn Hartmut Langes durchdringend leiser Ton fasziniert, ihn seine prägnanten, knappen, fast schmucklosen Sätze fesseln. Auch die kühle, distanzierte Art, mit der Stadelmaier in den Novellen die Menschen beschrieben findet, lassen ihn tief den Hut vor diesem Autor ziehen. Es herrsche "eine Demut des Staunens und Nichtwissens, die sensationell ist", lesen wir. Exakt in diesem "staunenden Leben- und Geltenlassen" liegt für den Rezensenten der "G-Punkt", der Geheimnispunkt von Hartmut Langes großer Erzählkunst. So wird für Stadelmaier jede Zeile zum Spannungsmoment, der "alle Geheimnisse und Schrecken, Liebes- Mord- und Todessachen als Möglichkeiten bereithält".

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 05.02.2004

Iris Denneler zeigt sich von diesen beiden Novellen von Helmut Lange sehr angetan und bewundert, wie "plausibel" und beinahe unmerklich dass Unheimliche und Phantastische in der Alltagswelt der Protagonisten Einzug hält. Dabei gehe der Autor so geschickt und behutsam vor, dass der Leser "sogar noch seinem Unbehagen misstraut", so die Rezensentin beeindruckt. Sie sieht sich an die phantastischen Erzählungen von E. T. A. Hoffmann erinnert und bescheinigt Lange nicht nur "unverwechselbare Eleganz" des Stils als auch eine überzeugende Erzählökonomie. Besonders erfreut ist die Rezensentin bei der Feststellung, dass Lange sich im Gegensatz zu früheren Texten "theoretischer Auslassungen" gänzlich enthält und seine Protagonisten nicht mehr zu "Trägern von abstrakten Ideen" macht. Denneler sieht in den Novellen überzeugend und packend das Numinose angedeutet, dass sich in der "beängstigend komplexen" Realität verbirgt. Dass er das mit gelegentlicher Ironie und mit einer raffinierten "Schlichtheit in Ton und Geste" verbindet, erhöht den Reiz der Novellen zusätzlich, findet die begeisterte Rezensentin.

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