Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Hartmut Heuermann

Wissenschaftskritik

Konzepte, Positionen, Probleme

Cover: Wissenschaftskritik

A. Francke Verlag, Tübingen - Basel 2000
ISBN-10 3772027539
ISBN-13 9783772027536
Kartoniert, 352 Seiten, 39,88 EUR

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Klappentext

Mit jedem Tag, der vergeht, schreitet die Wissenschaft rasanter voran. Keine Entwicklung ist so offenkundig wie die Verwissenschaftlichung unserer Welt. Aber mit jedem Tag wird auch die Janusköpfigkeit des Unternehmens problematischer. Während das wissenschaftlich gestiftete Wissen ins Immense wächst, kann die kulturelle Weisheit mit der "Wissensexplosion" nicht Schritt halten, und während das System der Wissenschaft prosperiert, stellt sich immer dringlicher die Frage nach seiner Lenk- und Verantwortbarkeit. Dieses Buch erschließt Wissenschaftskritik 1. über Schlüsselkonzepte, die das Phänomen erkenntnis-, methoden-, fortschritts-, ideologie-, gesellschafts- und technologiekritisch analysieren; 2. über Positionen (aus Theologie, Psychologie, Ethik, Ökologie, Feminismus, New Age, Belletristik), die auf je verschiedene Art die wissenschaftlichen Konstruktionen des "Wirklichen" in Frage stellen; 3. über Problemdiskussionen, die immanente Schwächen und Fehlsteuerungen bloßlegen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.01.2001

Kurz und bissig zerreißt Marcus Hahn die Wissenschaftskritik von Hartmut Heuermann. Dessen Ausgangspunkt ist die Moral, von der aus die Wissenschaft böse ist, weil engstirnig und die Folgen nicht beachtend. Aber Heuermann rackert sich mit veralteten Problemen ab, meint Hahn. Erstens wisse er nichts von Bourdieus und Luhmanns Wissenschaftskritik, zweitens sei er beim Feminismus nicht up to date und drittens sei sein "anthropologisches Diskursprogramm" veraltet: Außerdem nehme er nur den halben Foucault auf und ist blind "für die tatsächlichen Probleme der Computertechnologie". Vorschlag: Die nächste Wissenschaftskritik könnte der schlaue Rezensent schreiben.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 14.09.2000

Rezensent Michael Hampe bringt gut zwei Drittel seiner Besprechung damit zu, auszubreiten, wie seine Version von Wissenschafts- und Kulturkritik aussieht, bevor er sich kurz Heuermanns Buch zuwendet, das dann, wie zu erwarten, schlecht wegkommt. Hier komme in einem "atemberaubenden Eklektizismus" alles zusammen, was sich an einschlägigen Äußerungen von Autoren mit Rang und Namen finden ließ. Eigenständigkeit vermisst der Rezensent dagegen und fordert einen "systematischen Gegenentwurf" zur wissenschaftlich geprägten Zivilisation.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren