Hans Platzgumer

Trans-Maghreb

Novelle vom Bauträger Anton Corwald
Cover: Trans-Maghreb
Limbus Verlag, Innsbruck 2012
ISBN 9783902534552
Gebunden, 118 Seiten, 13,90 EUR

Klappentext

März 2011. Ein österreichischer Ingenieur, der am Bau der prestigeträchtigen Bahnlinie Trans-Maghreb in der libyschen Wüste beteiligt ist, kann sich durch Flucht außer Landes retten, nachdem der Aufstand ausgebrochen ist. Zurück in Wien erkennt er auf Fernsehbildern die Leiche des Bauträgers - eine Spurensuche beginnt. "Trans-Maghreb" ist eine Erzählung zwischen Arabischem Frühling und westlicher Arroganz. Hans Platzgumer wählt die kompakte Form der Novelle, um das gegenseitige Unverständnis zwischen europäischer und arabischer Lebensweise exemplarisch zu skizzieren.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 12.06.2012

Einerseits, andererseits. Einerseits gefällt Karl-Markus Gauß die Novelle des österreichischen Musikers Hans Platzgumer gerade weil sie psychologisch eher zurückhaltend daherkommt, und der Autor seine Figur, einen österreichischen Geschäftsmann und Abenteurer, bei der Arbeit in und auf der Flucht aus Libyen so ganz eigenschaftslos darstellt. Andererseits bleibt Gauß schon Gaddafis Land zu fremd, als dass auch noch die Hauptfigur so konturlos bleiben dürfte. Gut gefallen haben ihm indes die beinahe in Echtzeit entstandenen angenehm klischeefreien Schilderungen der Diktatur und des Aufstandes, auch wenn ihm Platzgumers Figur nicht wirklich verlässlich erscheint.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 01.06.2012

Hans Platzgumers Novelle "Trans-Maghreb" hat Rezensent Ulrich Rüdenauer sichtlich beeindruckt. Die Geschichte um einen am Bau der Trans-Maghreb-Eisenbahnlinie in Libyen beteiligten österreichischen Ingenieur, der 2011 in die Wirren des Umbruchs gerät und dem im letzten Moment die Ausreise gelingt, liest sich für ihn auf den ersten Blick wie eine sachliche, fundiert recherchierte Reportage. Zurück in Wien meint der Ingenieur in einem TV-Beitrag seinen Chef inmitten von Leichen gesehen zu haben, kann dafür aber keine weiteren Belege finden. Die Erinnerungen des Österreichers an Libyen und seinen Chef umkreisen etwas Ungreifbares. So entpuppt sich "Trans-Maghreb" nach Ansicht des Rezensenten bei näherer Betrachtung als komplexer "Text über Wahrnehmungsstörungen und Wirklichkeitsverzerrung".

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