Bücherschau der Woche
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Hans-Peter Grüner
Wirtschaftspolitik
Allokationstheoretische Grundlagen und politisch-ökonomische Analyse
Klappentext
Das Buch vermittelt einen Zugang zur theoretischen Forschung über das Zustandekommen wirtschaftspolitischer Entscheidungen. Der erste von drei Teilen stellt in knapper Form allokationstheoretische Grundlagen dar. Im Anschluss an die Diskussion möglicher Zielsetzungen staatlicher Wirtschaftspolitik wird der Frage nachgegangen, wo die Grenzen staatlichen Wirtschaftens gezogen werden sollten. Im zweiten Teil geht es um die Frage, warum in einer Demokratie bestimmte wirtschaftspolitische Entscheidungen getroffen werden. Ein besonderes Gewicht liegt dabei auf Theorien, die das Zustandekommen oder Scheitern von Reformen untersuchen. Ebenfalls werden theoretische Modelle der politischen Einflussnahme von Interessengruppen vorgestellt. Der dritte Teil des Textes widmet sich Anwendungen der polit-ökonomischen Grundmodelle auf wichtige wirtschaftspolitische Entscheidungen.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.04.2002
Dieses Buch "handelt nicht wirklich von Wirtschaftspolitik", warnt Rezensent Werner Mussler gleich am Anfang seiner Rezension, weshalb er es gleichermaßen für Studenten wie Laien, die sich grundsätzlich über Wirtschaftspolitik informieren wollen, "ungeeignet" findet. Wer sich allerdings einen "Überblick" über die "neuere Forschung über das Zustandekommen wirtschaftspolitischer Entscheidungen" erhofft, wird mit diesem Buch "nicht schlecht bedient", meint Mussler. Dann allerdings lässt er kräftig Kritik hageln: er moniert das "analytische Instrumentarium" des Autors und meldet grundsätzlich Zweifel an der Klarheit der von Grüner bemühten mathematischen Modelle an. Für den Rezensenten, dessen Ärger stetig wächst, sind das vor allem "mathematisch-theoretische Spielereien", die sich um ihren praktischen Nutzen nicht scheren. Dem "allokationstheoretischen Teil" kann er gleichfalls nicht viel abgewinnen, er geißelt ihn als "unmodern" und "unbrauchbar". Und so lautet sein abschließendes Verdikt, dass man dieses Buch "nicht gelesen haben" muss.
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