Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Hans Peter Althaus

Kleines Lexikon deutscher Wörter jiddischer Herkunft

Cover: Kleines Lexikon deutscher Wörter jiddischer Herkunft

C. H. Beck Verlag, München 2003
ISBN-10 3406494374
ISBN-13 9783406494376
Paperback, 216 Seiten, 11,90 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Wörter aus dem Jiddischen werden heute von jedermann gebraucht, ohne dass man sich dessen immer bewusst ist. Sie waren bis ins vorige Jahrhundert Zeichen der jüdischen Familiensprache und wurden dann im Journalismus als außergewöhnliches Stilmittel verwendet. Seit dem 18. Jahrhundert kommen sie in größerer Zahl in der deutschen Literatur vor. Das kleine Lexikon stellt diesen besonderen Wortschatz der deutschen Verkehrssprache in seinen signifikanten Erscheinungen vor. Dabei werden nicht nur allgemein bekannte Ausdrücke wie dufte, Macke, mies, Pleite, Schlamassel, Schmu, Tacheles oder Zoff erklärt, sondern auch weniger bekannte Wörter wie Eizes, Geseires, Goi, Katzoff, Melech, nebbich, Schabbes, Schammes, Schickse oder Zores. Es werden Wege der Entlehnung ins Deutsche, Besonderheiten des Gebrauchs, Probleme des historischen Missbrauchs, Verwendungsweisen und stilistische Aspekte aufgezeigt.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Lexikon deutscher Wörter jiddischer Herkunft bei C.H. Beck

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 18.11.2003

Die bestens informierte Rezensentin Stefana Sabin preist das neueste Werk des Germanisten Hans Peter Althaus, das "Kleine Lexikon deutscher Wörter jiddischer Herkunft", in den höchsten Tönen. Denn über die Erklärung der Etymologie hinaus führe Althaus auch "dialektale und soziolektale Unterschiede" und literarische Quellenhinweise auf, erklärt die mehr als zufriedene Rezensentin. Doch damit nicht genug, aus den gut 1100 aufgeführten Begriffen, die von "Abzocke" übe "Ganove" hin zu "Zoff" reichen, erschließe sich die Geschichte der "gegenseitigen Durchdringung" zwischen dem Jiddischen und Alltagsdeutschen. Anhand der Sprache, so Sabin, zeigt sich "implizit auch die unheimliche Verwobenheit deutscher und jüdischer Kultur".

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

Mehr Bücher aus dem Themengebiet

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren