Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Hans Helmut Hillrichs

Pilze sammeln

Cover: Pilze sammeln

dtv, München 2000
ISBN-10 342320365X
ISBN-13 9783423203654
Kartoniert, 128 Seiten, 7,93 EUR

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Klappentext

Pilze essen macht satt, Pilze finden zufrieden und Pilze suchen glücklich. Wenn Hans Helmut Hillrichs mit PSH (= Pilzsuchhund) Pauline durchs Unterholz streift, geht es ihm gut. Dass Pauline mit ihren sieben Hundejahren dabei noch nie fündig geworden ist, kann das Glück des passionierten Pilzesammlers nicht trüben. Wie jede Passion führt auch diese zu Verhaltensweisen, die dem Außenstehenden mehr als verdächtig vorkommen, und dem selbstironisch Reflektierenden mitunter verstörende Einblicke in die Untiefen der eigenen Seele bieten. Oder wie ist es zu deuten, wenn man sich im Wald zwar etwas verschämt, aber im Ergebnis hemmungslos nahezu aller Kleidungsstücke entledigt, um zusätzliche Tragetaschen für die Pilzausbeute zu schaffen? Der Autor blättert mit wohligem Schauern im Verbrecheralbum der Giftpilze und verweist erhobenen Hauptes auf den positiven Einfluss von Pilzen in der Weltgeschichte. In einem Kapitel lässt er sein Verhältnis zum majestätischen Steinpilz Revue passieren und verneigt sich in einem weiteren vor dem berühmtesten Pilz der Weltliteratur: Gottlieb Theodor Pilz, und seinem Schöpfer Wolfgang Hildesheimer.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.10.2000

Michael Siebler hat dieses Buch offenbar mit großem Vergnügen gelesen. Ihm gefällt die Mischung zwischen fachkundiger Information und Unterhaltungswert in diesem Band, und allem Anschein nach weiß der Autor seine Begeisterung für das Metier durchaus auf den Leser zu übertragen. So ist immer wieder vom Glücksgefühl die Rede - etwa da, wo der Autor beim einsamen Pirschen im Wald ins Sinnieren gerät, seine Lieblingsrezepte verrät oder natürlich besonders, wenn er seine Fundstücke zu Hause präsentieren kann. Darüber hinaus erhalte der Leser aber auch nützliche Tipps für die eigene Pilzsuche: Wie man Sorten unterscheidet und welche Auswirkungen der Genuss womöglich auf die Gesundheit ausüben kann.

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