Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Hans Helmut Hillrichs
Pilze sammeln
Klappentext
Pilze essen macht satt, Pilze finden zufrieden und Pilze suchen glücklich. Wenn Hans Helmut Hillrichs mit PSH (= Pilzsuchhund) Pauline durchs Unterholz streift, geht es ihm gut. Dass Pauline mit ihren sieben Hundejahren dabei noch nie fündig geworden ist, kann das Glück des passionierten Pilzesammlers nicht trüben. Wie jede Passion führt auch diese zu Verhaltensweisen, die dem Außenstehenden mehr als verdächtig vorkommen, und dem selbstironisch Reflektierenden mitunter verstörende Einblicke in die Untiefen der eigenen Seele bieten. Oder wie ist es zu deuten, wenn man sich im Wald zwar etwas verschämt, aber im Ergebnis hemmungslos nahezu aller Kleidungsstücke entledigt, um zusätzliche Tragetaschen für die Pilzausbeute zu schaffen? Der Autor blättert mit wohligem Schauern im Verbrecheralbum der Giftpilze und verweist erhobenen Hauptes auf den positiven Einfluss von Pilzen in der Weltgeschichte. In einem Kapitel lässt er sein Verhältnis zum majestätischen Steinpilz Revue passieren und verneigt sich in einem weiteren vor dem berühmtesten Pilz der Weltliteratur: Gottlieb Theodor Pilz, und seinem Schöpfer Wolfgang Hildesheimer.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.10.2000
Michael Siebler hat dieses Buch offenbar mit großem Vergnügen gelesen. Ihm gefällt die Mischung zwischen fachkundiger Information und Unterhaltungswert in diesem Band, und allem Anschein nach weiß der Autor seine Begeisterung für das Metier durchaus auf den Leser zu übertragen. So ist immer wieder vom Glücksgefühl die Rede - etwa da, wo der Autor beim einsamen Pirschen im Wald ins Sinnieren gerät, seine Lieblingsrezepte verrät oder natürlich besonders, wenn er seine Fundstücke zu Hause präsentieren kann. Darüber hinaus erhalte der Leser aber auch nützliche Tipps für die eigene Pilzsuche: Wie man Sorten unterscheidet und welche Auswirkungen der Genuss womöglich auf die Gesundheit ausüben kann.
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