Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Hans-Dieter Gelfert

Typisch amerikanisch

Wie die Amerikaner wurden, was sie sind

Cover: Typisch amerikanisch

C. H. Beck Verlag, München 2002
ISBN-10 3406494064
ISBN-13 9783406494062
Paperback, 193 Seiten, 9,90 EUR

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Klappentext

Nach seinem erfolgreichen Buch "Typisch englisch. Wie die Briten wurden, was sie sind" erklärt Hans-Dieter Gelfert nun die nationalen Eigentümlichkeiten der Amerikaner aus den Besonderheiten ihrer Bewusstseinsgeschichte heraus, um so ihr individuelles Verhalten und ihr kollektives Handeln für deutsche Leser verständlich zu machen. Das Buch betrachtet Schlüsselbegriffe der spezifisch amerikanischen Mythologie, untersucht Hauptmotive der amerikanischen Populärkultur und diskutiert Paradoxien, die das nationale Denken und Fühlen der Amerikaner charakterisieren.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Typisch amerikanisch - Info und Inhaltsverzeichnis bei C.H. Beck

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.12.2002

Schon einige haben versucht, das Rätsel Amerika zu knacken. Im Fall des Anglisten Hans-Dieter Gelferts ist dieser Versuch nach Ansicht von Rezensentin Viola Schenz auch von Erfolg gekrönt. Wie Schenz ausführt, legt Gelfert zunächst einmal die Wurzeln des oft so paradox scheinenden amerikanischen way of life frei, die da heißen Puritanismus, Aufklärung, Aristoteles, Unabhängigkeitskrieg, aber auch Henrik Ibsen, Immanuel Kant, Parkplatz und Badewanne. So könne Gelfert etwa erklären, wie Amerikaner zugleich Hedonisten und Asketen sein können, und warum man nur dort für einen verschütteten Kaffee Schmerzensgeld in Millionenhöhe erhalte. Geradezu dankbar ist Schenz dafür, dass Gelfert dabei säuberlich zwischen (deutschen) Vorurteilen und Tatsachen trennt. Zwar ist Gelferts Soziogramm Amerikas für den Geschmack der Rezensentin bisweilen etwas zu theorielastig. Auch manches Beispiel ist ihres Erachtens veraltet. Doch trotz der Patina auf manchen Kapiteln ist sich die Rezensentin sicher: "Gelferts Beobachtungen stimmen."

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 05.12.2002

Rezensentin Susanne Ostwald hat sich gleich zwei Bücher, denn beide setzen sich - auf ihre Weise - mit demselben Thema auseinander: Michael Moore, Autor und Filmemacher, hat ebenso wie der frühere Anglistikprofessor Hans-Dieter Gelfert, ein Buch über Amerika, die Amerikaner und die Stereotypen geschrieben. Während Moore, wie Ostwald schlüssig darlegt, jedoch lediglich den Leser bedient, der seine Negativ-Klischees des typisch Amerikanischen bestätigt sehen will, die er, nebenbei bemerkt, durch seinen zeitgleich zum Erscheinen des Buches in den Kinos anlaufenden Film zu festigen sucht, erweise sich Gelfert als "treffsicherer Analytiker des amerikanischen Grundgewebes". Was bei ersterem ein "strukturloser Flickenteppich" aus Allgemeinplätzen, ein "Rundumschlag", oder, wie der Titel schon richtig anzeigt, eine Abrechnung ist, gerate bei letzterem durch dessen großen Kenntnisreichtum zu einem differenzierten Amerikabild ohne Verallgemeinerungstendezen, analysiert Ostwald. Sie empfiehlt eine Lektüre beider Bücher, um den Facettenreichtum der Thematik zu erfassen.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren