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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Hans Blumenberg

Theorie der Unbegrifflichkeit

Cover: Theorie der Unbegrifflichkeit

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2007
ISBN-10 3518584804
ISBN-13 9783518584804
Kartoniert, 119 Seiten, 14,80 EUR

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Klappentext

Hans Blumenbergs Buch "Schiffbruch mit Zuschauer" endet mit einem Text, der den etwas enigmatischen Titel "Ausblick auf eine Theorie der Unbegrifflichkeit" trägt. Zu Lebzeiten blieb es bei diesem Ausblick auf eine Theorie, die den Grundbedingungen der Theorie - nämlich begrifflich verfasst zu sein - zu widersprechen schien und somit vielerlei Rätsel aufgab. Zu den wunderbaren Entdeckungen, die im Nachlass Hans Blumenbergs zu machen sind, gehört nicht nur eine Mappe mit kleinen Entwürfen, sondern auch ein längeres Manuskript, das den "Ausblick" bis zu einer ausgewachsenen "Theorie der Unbegrifflichkeit" führt, die zudem ein Text von programmatischem Charakter für Blumenbergs philosophisches Projekt insgesamt ist: eine philosophische Programmschrift. Die Theorie der Unbegrifflichkeit kann als Pendant, als Weiterentwicklung und als Gegenentwurf der berühmten Paradigmen zu einer Metaphorologie von 1960 gelten. Mit ihr ist die Kontinuität des metaphorologischen Projekts im Werk Blumenbergs in wünschbarer Klarheit nachzuvollziehen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.09.2007

Nicht viel Neues bietet dieser Nachlass-Band für den Blumenberg-Kenner, konstatiert der Rezensent Willy Hochkeppel etwas enttäuscht. Sehr viel mehr als "Varianten" gebe es in den verstreuten Aufsätzen nicht, Varianten nämlich zu bisher schon publizierten Texten aus dem Umfeld der von Blumenberg nie wirklich zu einer Theorie der Unbegrifflichkeit ausgearbeiteten Überlegungen zur Metaphorologie. Wenig "überraschend" erscheint Hochkeppel denn auch die These, dass der Begriff einen guten Teil seiner Leistungskraft dem ihm vorausliegenden Feld der Metapher verdankt. Die entscheidendere Frage, ob nämlich die Metapher "kognitiv" mehr zu leisten imstande ist als der Begriff, die werde von Blumenberg nicht schlüssig beantwortet. Zwar lobt Hochkeppel die stets "feinsinnigen und sprachlich exquisiten Anstrengungen des Begriffs" bei Blumenberg, hält das hier Versammelte freilich für in einer zukünftigen historisch-kritischen Werkausgabe besser aufgehoben.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 01.09.2007

Erfreut zeigt sich Uwe Justus Wenzel über diesen von Anselm Haverkamp herausgegebenen Band "Theorie der Unbegrifflichkeit" aus dem Nachlass von Hans Blumenberg. Freilich erscheinen ihm die Vorlesungsmanuskripte eher wie ein "gedankenreicher Brouillon" denn als ausgearbeitete Theorie. Blumenbergs Hauptinteresse sieht er in dem, was erst noch Begriff werden wolle oder nie werden könne: den Metaphern und dem "Unbegrifflichen" überhaupt. Dabei unterstreicht er, dass diese Metaphern bei Blumenberg durchaus einen Anspruch auf Erkenntnis haben: sie dienten der Vernunft dazu, ein noch unbegriffenes und unanschauliches Ganzes sprachbildlich zu vergegenwärtigen.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.04.2007

Nicht mehr als bereits aus früheren Texten bekannte systematische Entwürfe sieht Helmut Mayer in diesen von Anselm Haverkamp herausgegebenen Vorlesungsskripten, und doch ist er begeistert. Hans Blumenbergs Gedanken zum Begriff hat er so "bündig" noch nicht gelesen. Haverkamp folgt Blumenberg auf einem "überaus anregenden Parcours", über die Explikation des Spannungsverhältnisses zwischen Anspruch der Vernunft und Leistung des Begriffs hin zur "fast unscheinbaren" Entfaltung einer Metaphorologie "als sprachliche Möglichkeit".

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Krisen des modernen Ichs

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