Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Hanno Rauterberg

Und das ist Kunst?!

Eine Qualitätsprüfung

Cover: Und das ist Kunst?!

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2007
ISBN-10 3100628101
ISBN-13 9783100628107
Kartoniert, 304 Seiten, 16,90 EUR

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Klappentext

Genügt es wie seinerzeit, ein Pissoir in einer Ausstellung zu zeigen? Welche Rolle spielt das "Können"? Muss Kunst "schön" sein? Wie kann der Betrachter lernen, sich sein eigenes Bild zu machen? Hanno Rauterberg analysiert den Kunstmarkt, benennt die zehn populärsten Irrtümer der Gegenwartskunst und zeigt in seinem thesenstarken Buch, wie sich Kunstwerke beurteilen lassen.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 23.02.2008

Skeptisch betrachtet Rezensent Wolfgang Müller dieses Buch des Zeit-Kunstkritikers Hanno Rauterberg. Zwar scheint ihm die vom Autor aufgeworfene Frage nach der Qualität von Kunst sehr berechtigt. Aber wie Rauterberg sie beantwortet, hat ihn nicht überzeugt. Angesichts der Freude des Autors über das Aussterben der Spezies des "Weltverbessereres" in der Kunst (etwa Beuys) weist Müller darauf hin, dass Rauterberg selber einer ist, insofern er vom Ideal des edlen Künstlers träumt, der sich nicht von Markt oder Museen vereinnahmen lässt. Außerdem hält er dem Autor vor, nicht mit der grenzenlosen Vielfältigkeit der modernen Kunst zurecht zu kommen und das Chaos noch zu vergrößern, anstatt hier ein wenig zu ordnen. Mit Rauterbergs Kriterium für "gute Kunst", sie hebe sich ab, "von dem, was ist", kann er nicht viel anfangen.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 10.10.2007

Entsprechend der inflationären Kunstereignisse und Diskurse kulminiert die allgemeine Orientierungslosigkeit in der Frage nach der "guten" Kunst, konstatiert Rezensentin Elke Buhr und sieht noch am ehesten die professionelle Kritik in der Lage, Antworten zu formulieren. Mit den Qualitätskriterien ihres Berufskollegen, des Zeit-Kritikers Hanno Rauterberg, ist sie jedoch nicht einverstanden. Abgesehen von dem "geduldigen Ratgeber-Stil" stört sie vor allem, dass Rauterberg seine "Ich-Kriterien" mit den Argumenten der klassischen Ästhetik begründet. So sei für ihn beispielsweise das Fiktive dem Dokumentarischen, das Ausgewogene dem Extremen, das Konkrete dem Abstrakten vorzuziehen. Die Konzept- und Gegenwartskunst falle ganz durch das rigorose Raster. Insgesamt hat der Autor seinem Gegenstand und dem Leser damit einen Bärendienst erwiesen, findet die Rezensentin.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.10.2007

Wärmstens empfehlen kann Julia Voss Hanno Rauterbergs Kunstführer, den sie im direkten Vergleich Wolfram Völckers Sammelband "Was ist gute Kunst?" gegenüberstellt. So zeigt Voss, dass beide zu einem diametral entgegensetzten Urteil über bestimmte Künstler etwa den Amerikaner Jeff Koons oder den Berliner Jonas Burgert kommen. Doch will sie das weder dem einen noch den anderen negativ ankreiden, aber leider erfährt man nicht, was Voss selbst nun von Koons und Burgert hält. Eine leichte Präferenz entwickelt sie dann aber doch für Rauterbergs Buch, weil sie glaubt, dass man aus ihm mehr lernt. Rauterberg führe durch den Kunstbetrieb, gebe "Sehanleitungen" und informiere über aufschlussreiche Irrtümer. Der Band von Wolfram Völcker dagegen gereicht in ihren Augen das Format ein wenig zum Nachteil, denn die darin versammelten Beiträge und Interviews sind oft einfach zu kurz, um einen Gedanken länger zu entwickeln.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren