Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Hanjo Kesting

Heinrich und Thomas Mann: Ein deutscher Bruderzwist

Dokumentation

Cover: Heinrich und Thomas Mann: Ein deutscher Bruderzwist

Litraton, Hamburg 2000
ISBN-10 3894695668
ISBN-13 9783894695668
CD, 0 Seiten, 24,90 EUR

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Klappentext

2 CDs mit 106 Minuten Laufzeit. Gesprochen von Gerd Wameling, Siegfried W. Kernen, Achim Gertz und Ingeborg Kallweit. Eine Produktion des NDR (Life-Mitschnitt).

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 06.09.2003

Als "instruktive Collage" würdigt der mit dem Kürzel "kru." zeichnende Rezensenten den von Hanjo Kesting zusammengestellten Band über den wohl "prominentesten 'Bruderzwist'" der deutschen Literaturgeschichte, den Streit zwischen Thomas Mann und seinem älteren Bruder Heinrich. Die Dokumente, die Kesting präsentiert, sind nach Ansicht des Rezensenten immer auch "heimliche Spiegelungen, Projektionen" zweier ähnlich Veranlagter, die sich jahrzehntelang befehdeten, sich gegenseitig als "Zivilisationsliterat" oder als politisch ahnungslos diskriminierten. Einig ist sich der Rezensent mit Kestings Einschätzung, dass der Streit "exemplarisch" für geistige Strömungen in der ersten Jahrhunderthälfte war. Allerdings hat der ganze Streit für den Rezensenten bei "aller Tragik" auch "viel Komisches", "das aus der jeweiligen narzisstischen Disposition der Brüder herrührt".

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 03.08.2000

Rolf Michaelis freut sich über den "glücklichen Einfall" Hanjo Kestings, die Auseinandersetzungen der Brüder Heinrich und Thomas Mann in dieser Dokumentation auf zwei CDs zu Gehör zu bringen. Die Hauptschwierigkeit, erkennt der Rezensent an, war es, die Seite Heinrichs angemessen zu dokumentieren, da dessen Äußerungen aus den wichtigen Jahren 1910 bis 1920 auf der Flucht vor den Nazis und im Exil verloren gegangen sind. Um so mehr weiß es Michaelis zu schätzen, wie durch Briefe und Tagebücher von Verwandten und Freunden sowie Zitate aus Heinrichs Romanen und autobiografischen Texten doch eine Rekonstruktion seiner Rolle gelinge. Und das dies ausschließlich mit "originalen Dokumenten" ohne jeden Kommentar glückt, erringt das uneingeschränkte Lob des Rezensenten.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren