Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

György Sebestyen

Wirths Roman

Lexikon eines Lebens. Ein Fragment

Cover: Wirths Roman

Styria Verlag, Graz 1999
ISBN-10 3222121885
ISBN-13 9783222121883
Gebunden, 280 Seiten, 22,50 EUR

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Klappentext

Herausgegeben von Helga Blaschek-Hahn.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.11.2000

Ein Romanfragment aus dem Nachlass des ungarisch-österreichischen Schriftstellers und eine von Ingrid Schramm herausgegebene Hommage sind Karl-Markus Gauß Anlass für eine kluge und ausführliche Erinnerung an den Romancier, Publizisten, Übersetzer, Journalisten und Kolumnisten György Sebestyen, der 1990 starb. "Wirths Roman", einem Romanfragment des auf Deutsch schreibenden Ungarn ist "der Umriss des Ganzen" deutlich anzumerken, so Gauß. In ihm entzieht sich der 1891 geborene, deutsch-ungarische Musiker Andras Wirth "radikal ? einer Welt, die seinen Vorstellungen nicht entsprach", zitiert Gauss den Text, einer zerbrochenen Welt, deren Ganzheit er wieder herstellen will. Mit seinem Protagonisten träume Sebestyen von einer "Wiedergeburt der Monarchie aus dem Geist der Musik" (man erinnere sich des begeisterten Empfangs Otto von Habsburgs in Ungarn nach der Wende!). Daraus, so Gauß, lässt sich zwar keine "Rettung für die zerrüttete Welt von heute ? gewinnen", aber Sebestyen scheitere auf hohem Niveau - und originell: Das Fragment ist zweiteilig angelegt, dem Roman als solchem folgt ein "Lexikon", das auf den Roman zurückwirkt, neue Personen ins Spiel bringt ("die Hebamme", "Brahms"), und Begriffe erläutert ("Diskretion"), erfahren wir noch.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.07.2000

Ulrich M. Schmid lobt das "abgedunkelte Sprachkolorit" Sebestyens, sein vom Ungarischen gefärbtes Deutsch. Es sei hervorragend geeignet die Biografie einer österreichisch-ungarischen Romanfigur zu schildern, die, beginnend mit der kakanischen Dämmerung, durch alle Wirren des 20. Jahrhhunderts gehen muss. Auch der "lexikalische" Teil, in der das Leben des Protagonisten durch Kurztexte und andere Biografien in neues Licht gestellt wird, leuchtet Schmid ein. Und letztlich gefällt ihm angesichts des abgründigen 20. Jahrhunderts sogar, dass der Roman Fragment blieb.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren