Bücherschau der Woche
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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Herausgegeben von Helga Blaschek-Hahn.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.11.2000
Ein Romanfragment aus dem Nachlass des ungarisch-österreichischen Schriftstellers und eine von Ingrid Schramm herausgegebene Hommage sind Karl-Markus Gauß Anlass für eine kluge und ausführliche Erinnerung an den Romancier, Publizisten, Übersetzer, Journalisten und Kolumnisten György Sebestyen, der 1990 starb. "Wirths Roman", einem Romanfragment des auf Deutsch schreibenden Ungarn ist "der Umriss des Ganzen" deutlich anzumerken, so Gauß. In ihm entzieht sich der 1891 geborene, deutsch-ungarische Musiker Andras Wirth "radikal ? einer Welt, die seinen Vorstellungen nicht entsprach", zitiert Gauss den Text, einer zerbrochenen Welt, deren Ganzheit er wieder herstellen will. Mit seinem Protagonisten träume Sebestyen von einer "Wiedergeburt der Monarchie aus dem Geist der Musik" (man erinnere sich des begeisterten Empfangs Otto von Habsburgs in Ungarn nach der Wende!). Daraus, so Gauß, lässt sich zwar keine "Rettung für die zerrüttete Welt von heute ? gewinnen", aber Sebestyen scheitere auf hohem Niveau - und originell: Das Fragment ist zweiteilig angelegt, dem Roman als solchem folgt ein "Lexikon", das auf den Roman zurückwirkt, neue Personen ins Spiel bringt ("die Hebamme", "Brahms"), und Begriffe erläutert ("Diskretion"), erfahren wir noch.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.07.2000
Ulrich M. Schmid lobt das "abgedunkelte Sprachkolorit" Sebestyens, sein vom Ungarischen gefärbtes Deutsch. Es sei hervorragend geeignet die Biografie einer österreichisch-ungarischen Romanfigur zu schildern, die, beginnend mit der kakanischen Dämmerung, durch alle Wirren des 20. Jahrhhunderts gehen muss. Auch der "lexikalische" Teil, in der das Leben des Protagonisten durch Kurztexte und andere Biografien in neues Licht gestellt wird, leuchtet Schmid ein. Und letztlich gefällt ihm angesichts des abgründigen 20. Jahrhunderts sogar, dass der Roman Fragment blieb.
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