Bücherschau der Woche
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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Herausgegeben und mit einem Vorwort von Philippe Despoix. Auch wenn Gustav Landauer in erster Linie als politische Figur gesehen wird, so war er doch vor allem Literat. So ist zwar das entsetzliche Ende des Sozialreformers während der Münchner Räterepublik sowie seine enge Beziehung zu Martin Buber und zu Erich Mühsam noch bekannt, nicht aber seine literarische Tätigkeit. "Ich war niemals politisch, immer nur antipolitisch tätig", heißt es in einem seiner Briefe von 1906. Ebenso wie Wedekind und Hofmannsthal, die sexuelle Tabus zum Stoff ihrer Dramen machten, wußte auch Landauer, daß, dem Unbewußten Wirklichkeit einzuräumen, uralte Gesetze in Frage stellen würde. Als "antipolitischer Mensch" bleibt der philosophische Essayist und Schriftsteller Landauer innerhalb der Geschichte des deutschen Schrifttums noch zu entdecken.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.07.2000
Mit Hilfe eines kurzen Rekurses auf die biblische Geschichte von Bathseba und König David, ist Rezensent Herman Kurzke schon mittendrin in Landauers Novelle. Den Anfang findet Kurzke noch "fein und geschmackssicher, geschliffen in der Hohen Schule der Décadence". Bald aber missfallen ihm die inhaltlichen Positionen, der "von Nietzsche abgelernte Amoralismus" sehr. Und es fällt ihm schwer, aus der Geschichte "ein vernünftiges Programm deutsch-jüdischer Symbiose" herauszulesen, wie es Herausgeber Despoix im Nachwort entwickeln würde. Im Gegenteil: die Erzählung sei ein Zeugnis tragischer Verblendung.
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