Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Gunnar Gunnarsson

Vikivaki

Roman

Cover: Vikivaki

Verbrecher Verlag, Berlin 2011
ISBN-10 3943167003
ISBN-13 9783943167009
Kartoniert, 192 Seiten, 14,00 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Aus dem Dänischen von Helmut de Boor. Ein scheinbar neutraler Herausgeber, der allerdings immer wieder den Text kommentiert, präsentiert die hinterlassenen Papiere seines Freundes Jake Sonarson. Dieser wiederum beschreibt ungeheuerliche Vorgänge: verwirrt durch die Fanfarenklänge der dänischen Nationalhymne, die er in der Silvesternacht laut im Radio hörte, seien auf Sonarsons Hof einige Gestalten aus ihren Gräbern wiederauferstanden, die die Nationalhymne mit den Posaunen zum letzten Gericht verwechselt hätten. Der moderne Eremit Sonarson muss nun mit diesen historischen Gestaltenleben unter ihnen eine handfeste Bäuerin, ein unzüchtiger Pfarrer, ein trinkfester Sagendichter und ein Mann ohne Kopf.Die Gestalten wiederum halten ihn für den lieben Gott. Mit dem 1932 erstmals erschienen Roman "Vikivaki" - benannt nach einem legendären, von den isländischen Kirchenoberen verbotenen Tanz - konzentriert Gunnar Gunnarsson die isländische Geschichte auf einem kleinen Anwesen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.04.2012

Der Wunsch, einander Widerstrebendes zu vereinen, spricht für Nicole Henneberg aus jeder Seite dieses erstmals 1932 erschienenen Romans von Gunnar Gunnarsson. So entdeckt sie in der Geschichte um einen Schriftsteller am Tiefpunkt seines Schaffens Melancholie und Slapstick, Spott und Schwermut, Historisches und Symbolisches, Archaisches und Utopisches à la H.G. Wells und Huxley. In jeden Fall aber auch viel isländisches Lebensgefühl, dem sich der Autor mit seiner Parabel nähert, wie sie schreibt.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 29.12.2011

Peter Urban-Halle stellt Gunnar Gunnarssons Gruselroman-Parodie von 1933 vor, die jetzt in einer  überprüften Übersetzung vorliegt. Auf einem isländischen Hof, der unseliger Weise auf einem Friedhof erbaut wurde, erscheinen lebende Tote, um vor dem Hofbesitzer, den sie für Gott halten, zu beichten, erfahren wir. Die skurrilen Figuren und ihre Geschichten sollen vor allem "witzig" sein, meint der Rezensent, was in seinen Augen überwiegend gelingt. Die Beichten der Toten drehen sich dabei hauptsächlich um amouröse Verwicklungen, und hier sieht Urban-Halle einen Zusammenhang zu Gunnarssons eigenem Leben, den er uns auch nicht vorenthält. Ein Nachwort, das einige isländische Besonderheiten erklärt hätte, hat der Rezensent in dieser Ausgabe schmerzlich vermisst, wie er zugibt.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren