Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Günter Figal

Gegenständlichkeit

Das Hermeneutische und die Philosophie

Cover: Gegenständlichkeit

Mohr Siebeck Verlag, Tübingen 2007
ISBN-10 3161488571
ISBN-13 9783161488573
Gebunden, 447 Seiten, 39,00 EUR

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Klappentext

Dieses Buch ist eine Grundlegung der hermeneutischen Philosophie, in der Interpretation und Verstehen neu bestimmt werden. Das Interpretieren erweist sich dabei als originärer Bezug auf eine Sache; es ist auf etwas bezogen, das entgegensteht und herausfordert. Das Gegenständliche steht im Zentrum der hermeneutischen Philosophie. Deshalb wendet sich diese auch gegen die in der Moderne verbreitete Kritik der 'Vergegenständlichung'. Der Autor zeigt, daß sich in der hermeneutischen Erfahrung des Interpretierens nur intensiviert, was für das menschliche Leben allgemein gilt: Das Leben ist durch einen die Lebensvollzüge tragenden Sachbezug bestimmt. Dieser Sachbezug ist möglich in einer Welt mit hermeneutischen Dimensionen. Als solche phänomenologisch aufgewiesene werden Freiheit, Sprache und Zeit phänomenologisch erörtert.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.04.2007

Beeindruckt zeigt sich Rezensent Ralf Konersmann von Günter Figal Neubestimmung des Hermeneutischen als Inbegriff des Gegenständlichen. Der Autor folgt seines Erachtens der klassisch-hermeneutischen Problembestimmung, ohne deren Lösung zu übernehmen. Gegen Gadamer, der die Interpretation vom Lesen her denkt, rücke Figal die Eigenständigkeit, ja Gegenständlichkeit der Texte ins Zentrum. Konersmann spricht in diesem Zusammenhang von einer Rehabilitierung der Dingwelt. Die Dinge, zitiert er den Autor, "stehen ihrem Wesen nach für sich; nur deshalb können sie angeeignet werden". Er würdigt Figals Abhandlung als "überaus dicht und diszipliniert geschrieben" und attestiert ihr "beträchtlichen Provokationspotentiale". In der Kritik sieht er neben den nur noch "Konstrukte" kennenden Kulturwissenschaften, die klassische Hermeneutik und schließlich die neuere Philosophie. Überzeugt hat ihn insbesondere Figals Grundthese, nur eine theoretisch orientierte Philosophie vermöge angemessen und ohne sachfremde Reduktionismen die Dingwelt in ihrem Eigenrecht erschließen.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren