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Klappentext
Grete Weil, eine der bedeutendsten literarischen Zeitzeuginnen im deutschsprachigen Raum, die in ihren Romanen und Erzählungen immer wieder von neuem versucht hat, das Grauen des Zweiten Weltkriegs fassbar zu machen, schrieb bereits vor dem Krieg. In diesem Band wird zum ersten Mal die einzige aus jener Zeit erhaltene Erzählung "Erlebnis einer Reise" (1932) veröffentlicht: ein wichtiges eigenständiges Dokument aus den literarischen Anfängen der damals jungen Autorin.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.04.2000
Renate Schostack begegnet der Autorin als Person mit großer Wärme und Sympathie. Für die Erzählungen dieses Bandes jedoch kann sie sich nur eingeschränkt erwärmen. So mag sie in der frühen Erzählung "Erlebnis einer Reise" von 1932 höchstens "Talentprobe" zu sehen, da der Autorin hier noch das schriftstellerische Handwerkszeug für die Schilderung von Gefühlen und Charakteren fehlten. Eine Begabung sei aber durchaus schon zu erkennen - sowohl bei der Themenwahl wie auch hinsichtlich des Spannungsaufbaus. Die beiden Erzählungen aus den sechziger Jahren zeigen eine durch die Erlebnisse des Holocausts veränderte Grete Weil: "Impressionistisch, skizzenhaft, mit Reportageelementen durchsetzt" habe Weil hier auch von sich selbst erzählt.
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