Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Gregor Schöllgen

Der Eiskönig

Theo Schöller. Ein deutscher Unternehmer 1917-2004

Cover: Der Eiskönig

C. H. Beck Verlag, München 2008
ISBN-10 3406577601
ISBN-13 9783406577604
Gebunden, 190 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Alle kennen Schöller. Die Eiscreme gehört zu den bekanntesten Markennamen in Deutschland. Der Namensgeber, Theo Schöller, zählte zu den populärsten Unternehmerpersönlichkeiten im Lande. Kein Wunder, denn der Eiskönig, der in den dreißiger Jahren mit einer Firma für "Kinoreklame" begonnen hatte, war nicht nur ein Macher, er war auch ein begnadeter Vermarkter und Verkäufer. Daß seine Marke auch ohne ihn lebensfähig sein könnte, glaubte er nicht. Also gab Theo Schöller sein Unternehmen noch zu Lebzeiten aus der Hand und brachte sein Vermächtnis in eine Stiftung ein. In der neueren deutschen Unternehmensgeschichte ist das ein ungewöhnliches Kapitel. Gregor Schöllgen hat es aufgeschrieben. Seine Erzählung folgt dem Lebensweg des Unternehmers durch das Zeitalter der Krisen, Kriege und Inflationen, zeichnet das Bild eines ebenso charmanten wie kompromißlosen Geschäftsmannes im geteilten und vereinigten Deutschland - und ist damit zugleich ein Stück Zeitgeschichte.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Gregor Schöllgen: Der Eiskönig - mehr Informationen und Leseprobe beim Verlag C.H.Beck

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 21.10.2008

Judith von Sternburg kann ihre Irritation über diese Biografie des Speiseeisproduzenten Theo Schöller nicht verhehlen. Während sie in dem Buch von Historiker Gregor Schöllgen den Werdegang Schöllers und den Aufstieg seines Unternehmens bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs mancherlei Interessantes nicht nur über die Produktion von Speiseeis entnehmen konnte, vermisst sie insbesondere in der Nachkriegsgeschichte dieser Biografie die kritische Distanz, die das Buch von einer Firmenfestschrift unterscheiden würde. So stört sie sich nicht nur an den Artigkeiten, die Schöllgen an die Adresse der Witwe Schöllers richtet. Auch die "simpel konservativen" charakterlichen und gesellschaftlichen Einschätzungen, die der Autor in distanzloser Nähe zu seinem Protagonisten darlegt, machen sie ein bisschen sprachlos.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren