Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Gregor Gysi

Was nun?

Über Deutschlands Zustand und meinen eigenen

Cover: Was nun?

Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2003
ISBN-10 3455093698
ISBN-13 9783455093698
Gebunden, 253 Seiten, 18,90 EUR

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Klappentext

Gregor Gysi beschreibt seine Zeit als Mitglied der Berliner Landesregierung. Er schildert den Wahlkampf in der Hauptstadt und die turbulentenMonate als Bürgermeister und Senator bis zu seinem Rücktritt. Aber "Was nun?" ist mehr als nur eine persönliche Bilanz. Es ist vor allem ein räsonierendes Buch, in dem es um die Entwicklung und Zukunft Deutschlands geht, natürlich um die PDS und die Chancen des demokratischen Sozialismus. Gysi befasst sich mit den Voraussetzungen des Friedens ebenso wie mit der Absurdität des Krieges. Er schreibt über die Macht der Medien und versucht die Perspektiven von Wirtschaftspolitik und sozialer Gerechtigkeit zu verbinden.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.09.2004

"Gysi hat seiner Partei nichts Neues anzubieten und zur Verbesserung von Deutschlands Zustand noch weniger", urteilt Susanne Kusicke scharf. Mit recht spitzer Feder beschreibt sie Gysis "Rechtfertigungsprosa", einen "merkwürdige Zwitter, halb Lebensabschnitts-Autobiografie, halb Einführung in Gysis Entwurf eines flockigen Post- Sozialismus". Dabei entdeckt die Rezensentin zwei Legitimationsdiskurse: Bei der Rentenreformdiskussion von 2001 durchschauten nach Aussagen von Gysi einige namentlich genannten Genossen seine strategischen Verhandlungsüberlegungen nicht: "Ich hatte natürlich noch eine zusätzliche Überlegung im Kopf'." Bei dem zweiten Legitimationsdiskurs ist die Rezensentin richtig warmgelaufen, denn der "soll belegen, wie perfekt, erfolgreich und reibungslos seine Arbeit in Berlin als Wirtschaftssenator verlaufen sei- eingeschränkt allein durch die knappe Finanzlage". So hat Rezensentin Kusicke vor allem Episoden nach dem Prinzip gefunden: "Problem-Gysi-Lösung". Verärgert resümiert sie: "So banal, bieder, buchhalter-akribisch ist es abgefasst, so wenig Ungekanntes steht darin."

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 29.08.2003

Recht spöttisch kommentiert der Rezensent Dieter Rulff Gregor Gysis Analyse der gesellschaftlichen und seines persönlichen Status Quo. Im ersten Teil des Buches versucht Gysi eine Beweisführung gegen die oft geäußerte Behauptung, Politiker wären faul - nach Rulffs Meinung mit dem Ergebnis, dass der Leser "bei der Lektüre die Langeweile teilt, welche Gysi die pflichtgemäße Anwesenheit bei Ausschuss- und Plenarsitzungen des Berliner Abgeordnetenhaus bereitet". Das interessanteste an dem Buch ist nach Rulffs Meinung das Bild, das Gysi "von der politischen Mehrheitskultur seiner Partei zeichnet": "sie ist humorlos, verlogen und machtsichernd". Seine Bemühungen jedenfalls, einen argumentativen Brückenschlag zu versuchen zwischen der "Unmöglichkeit einer sozialistischen Wirtschaftspolitik" und der "Möglichkeit einer sozialistischen Politik" bringt nach Ansicht des Rezensenten wenig Neues: im besten Fall klingt das nur noch sozialdemokratisch.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren