Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Gohar Markosjan-Kasper

Penelope, die Listenreiche

Roman

Cover: Penelope, die Listenreiche

Rowohlt Verlag, Berlin 2002
ISBN-10 3871344176
ISBN-13 9783871344176
Gebunden, 398 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Russischen von Gabriele Leupold. Mit einem Glossar von Tessa Hoffmann. Jerewan, Armenien, eines kalten Dezembertages im Jahr 1994: Penelope sehnt sich nach einer heißen Dusche. Keine Kleinigkeit in einer Stadt, die durch die Folgen von Erdbeben und eines kriegsbedingten Energieembargos zu einer unberechenbaren Baustelle geworden ist. So bleibt der jungen Frau nichts anderes übrig, als sich listenreich ihren Weg von Freunden zu Verwandten und zurück zu bahnen, um das bescheidene Vorhaben auszuführen. Auf diesem Weg begegnen ihr gute Freundinnen, freche Kinder und werbende Männer. Ihr Verlobter Armen operiert Verwundete, irgendwo im Kampfgebiet bei Berg-Karabach, wer weiß, ob und wann er zurückkommt? Aber Penelope bleibt ihm treu und lehnt den Heiratsantrag eines wohlhabenden Verflossenen ab. Sie träumt und erinnert sich...

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 16.05.2002

Über die leidvolle Geschichte der Armenier des 20. Jahrhundert weiß der deutschsprachige Leser nur wenig, schickt die Rezensentin Barbara Spengler-Axiopoulos voraus. Dies könnte ein Grund sein, sich mit Spannung an die Lektüre des ersten Romans der armenischen Ärztin und Schriftstellerin Gohar Markosjan- Kasper zu machen. Das Glossar der Armenienkennerin Tessa Hoffmann im Anhang findet die Rezensentin auch sehr informativ. Von dem Roman selbst ist sie eher enttäuscht. Sie findet ihn mit Themen überfrachtet, die alle einer intensiveren Gestaltung bedurft hätten. Spengler Axiopoulos zweifelt nicht daran, dass die Autorin, die in ihrem Romanerstling ihrer Meinung nach "mit ihrer Kenntnis aus Literatur und Philosophie kokettiert", eine "geistreiche und intelligente Frau" ist. Die Rezensentin wertet das thematische Springen in "beflissen- ironisch-plapperndem Erzählstil" als geschickten Tarnungsversuch eines in Wahrheit zutiefst verletzten Menschen. Sie findet es schade, dass dadurch "wunderbare Passagen", wie zum Beispiel Darstellungen des Lebens im Sozialismus und im Postsozialismus oder "betörende Sprachbilder", die katastrophale Ereignisse zu verdichten vermögen, untergehen.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren