Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Gijs Ijlander

Stilleben mit Tulpen

Cover: Stilleben mit Tulpen

Luchterhand Literaturverlag, München 2000
ISBN-10 363087066X
ISBN-13 9783630870663
gebunden, 303 Seiten, 20,35 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Aus dem Niederländischen von Gregor Seferens. Mit Glück, Vitalität und Bauernschläue nimmt Wouter Vink in Zeiten von Krieg und Not gegen jede Wahrscheinlichkeit seinen Aufstieg vom Trossknecht zum Tulpenmagnaten. Dreihundert Jahre später jedoch sind sein Landgut und was er darüber hinaus hinterlassen hat, nur noch eine Last für seine Nachfahren. Gijs Ijlander erzählt vom Auf- und Niedergang einer Tulpenzüchterfamilie: Aufbruchstimmung vor dem düsteren Hintergrund des 30jährigen Krieges und ein Endzeitszenario im Wohlfahrtsstaat.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 08.06.2000

Zunehmendes Angeödetsein konstatierte Dorothea Dieckmann bei der Lektüre dieses holländischen Heimatromans, der den berühmtesten Exportartikel seines Landes zum literarischen Sujet erhebt. Die Geschichte einer Tulpenzüchterdynastie ist in zwei Parallelhandlungen aufgeteilt, die eine davon im 16. Jahrhundert, die andere in heutiger Zeit angesiedelt. Das verleite den Autor jedoch keineswegs zu prallen Geschichten in historischem Rahmen, vermeldet Dieckmann enttäuscht, sondern die historische Handlung, kursiv gesetzt, werde eher flüchtig skizziert. Die Stärke des Buchs liegt ihrer Meinung nach in der Schilderung kleiner Begebenheiten aus dem traurigen Provinzdasein in heutiger Zeit. Das reicht Dieckmann jedoch nicht, der Grund für die historische Parallelisierung will ihr nicht einleuchten. Auch der Übersetzer scheint der recht beliebig wirkenden Geschichte unbewusst misstraut zu haben, vermutet Dieckmann, er habe sich nämlich zu einigen Übertreibungen hinreißen lassen.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

Mehr Bücher aus dem Themengebiet

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren