Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Gertrud Lehnert

Die Leserin

Das erotische Verhältnis der Frauen zur Literatur

Aufbau Verlag, Berlin 2000
ISBN-10 3351027907
ISBN-13 9783351027902
gebunden, 127 Seiten, 12,27 EUR

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Klappentext

Lesen galt, seitdem sich im 18. Jahrhundert ein bürgerliches Lesepublikum herausgebildet hat, als schädlich für Frauen: Ihre Sinnlichkeit mache sie phantasiereichen Einflüsterungen gewogen und verderbe sie für das wirkliche Leben. Insbesondere Romane hatten den Ruf, das Blut in Wallung zu bringen, las man sie doch - anders als die Folianten, mit denen sich die Männer abmühten, um ihren Verstand zu schärfen - mit nur einer Hand. Dennoch hat die Gattung überlebt und floriert gerade bei Frauen: 60% der Romane werden von Frauen gekauft. In ihrem Essay macht Gertrud Lehnert unmißverständlich klar, warum Frauen nicht in den Sex-Shop gehen werden, solange es Buchhandlungen gibt.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 01.04.2000

Recht aufschlussreich scheint Kolja Mensing den Versuch der Autorin zu finden, in einem Essay das Verhalten weiblicher Leser und Lesepädagogik der beiden vergangenen Jahrhunderte nachzuzeichnen. So zitiert er Lehnerts Beispiele hinsichtlich der Befürchtung, Frauen tendierten zu der distanzlosen Ansicht, ihr Leben müsse so aussehen wie das von beispielsweise "Madame Bovary". Patricia Dunckers "Die Germanistin" bilde dazu den Gegenpart. Hier verführe "die Leserin den Text", nicht umgekehrt. Etwas genervt zeigt sich Mensing von Lehnerts ganz "eigener Lesepädagogik". Mit ihrer Feststellung, dass neue deutsche Frauenliteratur nur oberflächliche Unterhaltung zu bieten habe, ist Mensing offensichtlich ganz und gar nicht einverstanden.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

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12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

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