Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Lesen galt, seitdem sich im 18. Jahrhundert ein bürgerliches Lesepublikum herausgebildet hat, als schädlich für Frauen: Ihre Sinnlichkeit mache sie phantasiereichen Einflüsterungen gewogen und verderbe sie für das wirkliche Leben. Insbesondere Romane hatten den Ruf, das Blut in Wallung zu bringen, las man sie doch - anders als die Folianten, mit denen sich die Männer abmühten, um ihren Verstand zu schärfen - mit nur einer Hand. Dennoch hat die Gattung überlebt und floriert gerade bei Frauen: 60% der Romane werden von Frauen gekauft. In ihrem Essay macht Gertrud Lehnert unmißverständlich klar, warum Frauen nicht in den Sex-Shop gehen werden, solange es Buchhandlungen gibt.
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 01.04.2000
Recht aufschlussreich scheint Kolja Mensing den Versuch der Autorin zu finden, in einem Essay das Verhalten weiblicher Leser und Lesepädagogik der beiden vergangenen Jahrhunderte nachzuzeichnen. So zitiert er Lehnerts Beispiele hinsichtlich der Befürchtung, Frauen tendierten zu der distanzlosen Ansicht, ihr Leben müsse so aussehen wie das von beispielsweise "Madame Bovary". Patricia Dunckers "Die Germanistin" bilde dazu den Gegenpart. Hier verführe "die Leserin den Text", nicht umgekehrt. Etwas genervt zeigt sich Mensing von Lehnerts ganz "eigener Lesepädagogik". Mit ihrer Feststellung, dass neue deutsche Frauenliteratur nur oberflächliche Unterhaltung zu bieten habe, ist Mensing offensichtlich ganz und gar nicht einverstanden.
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