Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Mit 16 Farbtafeln. Dem Westen sind viele islamische Traditionen, wie der Sufismus, unbekannt und kaum vertraut. Er kennt somit den friedlichen Islam und seine Geschichte nicht, also auch nicht die Chancen auf einen Ausgleich und ein Miteinander zwischen den Weltreligionen und Kulturen. Der Kulturwissenschaftler Gerhard Schweizer stellt Leben und Werk herausragender muslimischer Mystiker vor. Er zeigt ihre geistigen Verbindungen zu Christentum, Hinduismus und Buddhismus, entreißt eine große islamische Tradition dem Vergessen und vermittelt einen friedlichen Islam.
Gerade der Sufismus überwindet begrenzte religiöse Sichtweisen und praktiziert Gelassenheit gegenüber anderen Erfahrungen und Kulturen. Dadurch wurde er zu einer ständigen Herausforderung für den Dogmatismus und Fundamentalismus im Islam. Exemplarisch wird Celaleddin Rumi 1207 - 1273) als religiöse Leitfigur vorgestellt. Seine Wirkung reicht bis in die Gegenwart und wird einen Höhepunkt im Jahr 2007 erleben, wenn die gesamte islamische Welt seinen 800. Geburtstag feiert.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.08.2007
Da in Rudolph Chimellis Augen im Westen die Wahrnehmung islamischer Mystiker vornehmlich auf sich wild gebärdende Derwische beschränkt ist, kann er Gerhard Schweizers Darstellung von Ursprüngen und Entwicklung islamischer Mystik nur begrüßen. Der Autor mache deutlich, dass auch viele Intellektuelle mystischen Bewegungen angehören und arbeitet klar heraus, dass Mystiker mit Islamisten nichts gemein haben. Der Rezensent hat den Eindruck, dass Schweizer die Rolle der Frauen in der islamischen Mystik nicht angemessen einschätzt, ansonsten aber lobt er das Buch als gut verständlich geschrieben und informativ.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 14.06.2007
Anregend findet Rezensent Hilal Sezgin dieses Buch über die islamische Sufi-Mystik, das Gerhard Schweizer vorgelegt hat. Dass der Autor Kulturwissenschaftler und nicht Arabist oder Islamwissenschaftler ist und demzufolge bei den Quellen zum Sufismus auf Übersetzungen angewiesen ist, will Sezgin ihm nicht vorwerfen, weil sie das Buch ohnehin nicht als Werk über Geschichte und Gegenwart des Sufismus versteht. Dafür wurde Sezgin eh die Arbeiten der zur islamischen Mystik der Orientalistin Annemarie Schimmel empfehlen. Sezgin versteht Schweizers Arbeit eher als philosophischen oder religiösen Essay, der einen inspiriert, "über die Grenzen der Religion nachzudenken und über die Möglichkeit, diese zu überschreiten". Besonders hebt sie dabei auch die Faszination des Autors über den unorthodoxen Zugang zur Religion hervor, den der Sufismus bietet. Die Hoffnung Schweizers, der Sufismus könne den gegenwärtigen Islam von reaktionären Tendenzen befreien, scheint Sezgin demgegenüber reichlich "absurd".
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 05.05.2007
Insgesamt zufrieden ist Rezensentin Renee Zucker mit dieser Einführung in die islamische Mystik, den Sufismus, die Gerhard Schweizer vorgelegt hat. Materialreich und genau recherchiert scheint ihr das Werk. Sie fühlt sich gut informiert über verschiedene Sufi-Pilgerorte in der Türkei, im Iran, oder in Indien, über sufistische Orden, über das Thema Frauen und Sufismus und auch über sufistische Dichtkunst. Natürlich gäbe es ihres Erachtens über ein so vielfältiges Phänomen wie den Sufismus noch viel mehr zu sagen. Sie erwähnt in diesem Zusammenhang die Bücher von Annemarie Schimmel, die für sie "bislang uneingeholt" sind. Was ihr bei Schweizer wirklich fehlt, ist ein wenig Schwung. Auf die Dauer nämlich findet sie diese "brave Fleißarbeit" etwas "langweilig und zäh".
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