Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Gerhard Gamm

Nicht nichts

Studien zu einer Semantik des Unbestimmten

Cover: Nicht nichts

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2000
ISBN-10 3518290576
ISBN-13 9783518290576
Taschenbuch, 338 Seiten, 12,73 EUR

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 18.01.2001

Martin Seel kann sich für diesen Band nicht wirklich erwärmen. Es geht hier, wie der Leser erfährt, um das nicht Erfassbare, um `Unbestimmbarkeit`, etwas womit sich der Autor schon seit geraumer Zeit intensiv beschäftigt. Im vorliegenden Band geht es Gamm, so der Rezensent, jedoch nicht darum, seine Überlegungen dazu zu präzisieren, sondern um eine "Ausdehnung seiner ursprünglichen Einsicht". So ist das nicht Erfassbare nach Gemm jedoch `nicht nichts`, sondern entlasse `alles Seiende in einen Raum unauslotbarer Möglichkeiten`. Als Beispiel dafür folgt bei Gamm eine Analyse von Thomas Bernhards Roman `Korrektur`, die seine Thesen belegen soll. Doch hier scheitert der Autor nach Seel vor allem daran, dass er Bernhard (besonders die "humoristischen" Seiten) völlig missversteht, wie er anschließend genauer darlegt. Auch den "moraltheoretische Konsequenzen" des Autors, die Seel kurz erläutert, kann sich der Rezensent nicht anschließen. Aus Gamms Überzeugungen, die eine Nähe zu Emmanuel Levinas aufweisen, folgert Seel, dass demnach Moral "gar keine Unterschiede mehr macht", egal ob es um Dinge, Menschen, Täter oder Opfer geht. Dies schließe letztlich die "Möglichkeit (aus), einen Anderen überhaupt als bedürftig wahrzunehmen".

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

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07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

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