Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Gerda Mraz, Uwe Schögl (Hrsg.)

Das Kunstkabinett des Johann Caspar Lavater

Cover: Das Kunstkabinett des Johann Caspar Lavater

Böhlau Verlag, Wien 1999
ISBN-10 3205991265
ISBN-13 9783205991267
Gebunden, 408 Seiten, 50,62 EUR

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Klappentext

Die Porträtsammlung der Österreichischen Nationalbibliothek verwahrt das gesamte graphische Kunstkabinett Johann Caspar Lavaters, dessen Sammlung schon zu seinen Lebzeiten Berühmtheit erlangte. Er baute sie in drei Jahrzehnten zu einem gewaltigen Umfang von 22.065 Kunstblättern nach Kriterien künstlerischer Qualität und als Studienmaterial für seine physiognomischen Untersuchungen auf. Kaiser Franz Joseph I. von Österreich erwarb die Sammlung 1828 von dem in Konkurs geratenen Wiener Bankier Fries, der sie seit 1802 besessen hatte. So kam ein erstrangiges Zeugnis der Schweizer Kulturgeschichte nach Wien. Als kaiserlicher Privatbesitz blieb es der Öffentlichkeit verborgen, woran sich allerdings auch zu Zeiten der Republik bisher nicht viel geändert hat. Die Bearbeitung der Sammlung ist ein Desiderat ersten Ranges, sowohl für die Wissenschaft als auchhinsichtlich der Präsentation für eine interessierte Öffentlichkeit.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.08.2000

Lavater versuchte, wie Margaretha Huber erläutert, der Gesichtsanatomie eine grob gezimmerte Seelenkunde abzugewinnen, mehr noch: daraus eine Sittenlehre zu entwickeln. Seine Physiognomik verwandelte sich zeitweise in eine Art Gesellschaftsspiel, vulgärpsychologisch betrieben von den Laien, mit missionarischem Eifer verfolgt vom Meister selbst, so berichtet Huber weiter in ihrer kundigen Besprechung eines eher katalogähnlich daherkommenden Buches, das einen Teil der Lavaterschen Bildersammlung enthält (insgesamt 20.000 Stiche sollen es sein). Aber Lavater habe nicht nur Bilder gesammelt - zeitgenössische oder historische Stiche, die Fotografie war noch nicht erfunden - , er habe auch Bilder in Auftrag gegeben, Korrekturen verlangt, Bildbeschreibungen gemacht, eine `Physiognomische Rhetorik` angelegt, die die Rezensentin mit großem Vergnügen und Eifer ihrerseits zur Kenntnis genommen hat. Als Einführung in das Lavatersche Werk sei dieser Band gut geeignet, schreibt sie.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren