Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Georg Wilhelm Friedrich Hegel

Die Philosophie der Geschichte

Vorlesungsmitschrift Heimann (Winter 1830/1831)

Cover: Die Philosophie der Geschichte

Wilhelm Fink Verlag, München 2005
ISBN-10 3770540581
ISBN-13 9783770540587
Gebunden, 246 Seiten, 29,90 EUR

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Klappentext

Die mit einem Vorwort des Herausgebers versehene Heimann-Mitschrift von Hegels letzter Vorlesungsreihe über die Philosophie der Weltgeschichte (1830/31) wurde von Eduard Gans für seine Erstedition der Hegelschen Vorlesungen (1837) genutzt und ermöglicht somit den wichtigen Vergleich mit Gans' Kompilation, die bisherigen Deutungen zugrunde liegt. Der in Budapest gefundene Text vermag einen neuen 'unzeitgemäßen' Blick auf Hegels Denken des menschlichen Geschehens in freiheitlicher, vernünftiger und weltbürgerlich-globaler Absicht zu öffnen, auf eine moderne Philosophie der Freiheit. Diese Mitschrift belegt die außerordentliche Relevanz des Gedankens der Freiheit als dem "Angelpunkt der modernen Zeit" und verdeutlicht ein theoretisches Instrumentarium für die 'Fassung der Zeit in Gedanken', das einen Vergleich mit heutigen Konzepten nicht zu scheuen braucht.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.08.2005

Als Projekt, das in der Folgezeit immer wieder stark polarisierte, betrachtet Ralf Konersmann die Geschichtsphilosophie Georg Wilhelm Friedrich Hegels. Die von Klaus Vieweg herausgegebene Vorlesungsmitschrift eines gewissen Dr. Heimann, die Konersmann als "recht zuverlässig" bewertet, präsentiere Hegel als einen "zupackenden Formulierer" zahlreicher umstrittener Thesen. Etwa der, dass das Wahrhafte wirklich sei; dass die Vernunft die Welt regiere; dass die "List der Vernunft" sich der einzelnen Interessen als ihrer "Werkzeuge" bediene. Äußerungen wie diese haben laut Konersmann die Hegelgegnerschaft zu allen Zeiten mit "billiger Munition" versorgt. Er tadelt den Versuch des Herausgebers, "sich auf die Ebene der Kämpfe zu begeben und uns Hegel als Denker der Freiheit zu präsentieren, der dem Staat lediglich habe geben wollen, was nun einmal des Staates sei". Zwar findet er es völlig in Ordnung, wenn Vieweg für einen neuen Blick auf Hegel wirbt, hält ihm aber vor, zum einen allzu gern die Grobheiten, mit denen Hegel um sich geworfen hat, zu wiederholen, zum anderen, nicht anzuerkennen, dass Hegel das Wagnis einging, unmittelbar auf dem Boden der säkularisierten Moderne den Ausgleich herstellen zu wollen zwischen Vorsehung und Realgeschichte, zwischen Gott und Welt.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren