Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Geoffrey F. Miller

Die sexuelle Evolution

Partnerwahl und die Entstehung des Geistes

Cover: Die sexuelle Evolution

Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2001
ISBN-10 3827410975
ISBN-13 9783827410979
Gebunden, 560 Seiten, 29,95 EUR

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Klappentext

Der Evolutionspsychologe Geoffrey Miller offenbart die evolutionäre Macht der sexuellen Auswahl und die Gründe dafür, dass unsere Vorfahren sich nicht nur von hübschen Gesichtern und gesunden Körpern angezogen fühlten, sondern auch der Verführungskraft eines gewitzten, sprachgewandten, großmütigen und bewussten Geistes erlagen. Der Facettenreichtum der modernen Psyche trägt dazu bei, die Evolution des menschlichen Geistes ... ... als eines Instruments der Brautwerbung und Partnerwahl aufzuklären - ähnlich dem Schwanz des Pfaus oder dem Geweih des Elchs. Aufbauend auf neuen Ideen aus Evolutionsbiologie, Ökonomie und Psychologie, untermauert Miller seine Argumente mit Beispielen, die von der Naturgeschichte bis zur Popkultur reichen, von der Kunst der Laubenvögel Neuguineas bis zum sexuellen Charisma des Schulkoches der South-Park-Schule.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.06.2002

Die Rezensentin Heidrun Graupner fragt mit Geoffrey Miller: "Warum trägt der Pfau einen derart mächtigen Schwanz....?" Um zu gefallen, und von der Henne gewählt zu werden, heißt die Antwort. Auf Darwins Überlegungen zur sexuellen Evolution baue sich die Theorie des Evolutionspsychologen Miller auf. Nicht allein die natürliche Selektion hätte das menschliche Hirn vergleichsweise schnell sich entwickeln lassen, sondern auch die Partnerwahl hätte Einfluss auf die Art der Nachkommen, so die Rezensentin. Weiter führt sie aus, dass die Entstehung von Moral, Philosophie und Kunst sich nicht allein mit einer Evolutionstheorie, die auf das Überleben des am besten Angepassten ziele, erklären lasse. Miller als Evolutionspsychologe bringe hier viele Erklärungsbeispiele, die immer interessant, amüsant, teils überflüssig und manchmal fragwürdig seien. Gleichzeitig diskutiert er auch Gegenargumente und Widersprüche und scheint dabei manchmal den Faden zu verlieren, schreibt Graupner. Am Ende aber bleibt ein Trost: "Die Evolution mag herzlos sein", zitiert die Rezensentin den Buchautor, "humorlos ist sie nicht". Denn auch der Witz gehört zur Verführungskraft von Männern, die um Frauen werben.

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