Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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Klappentext
Quartalsberichte der Großbanken, verkürzte Lieferfristen, steigende Arbeitsintensität und ein atemloser Termindruck, der bereits Kinder und Jugendliche belastet, beschleunigen allgemein das Lebenstempo, lähmen jedoch auch schöpferische Initiativen. Der Autor spürt den Ursachen des imperialen Temporegimes nach. Er erkennt eine Ursachenkette, die von den entfesselten Finanzmärkten ausgeht, betriebliche Umbauten auslöst und in die alltägliche Lebenswelt eindringt. Doch wie lassen sich die Risiken einer rasenden Beschleunigung eingrenzen?
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.12.2012
Einen großen Gewinn an ethischer Orientierung in unmoralischen Zeiten trägt Ekkehart Krippendorff mit nach Hause nach dieser Lektüre. Dass der Autor, Jesuit und Professor für christliche Sozialwissenschaft, nicht nur klare humane Maßstäbe an unsere Lebenswelt anlegt, sondern auch klug über Zeit (die wir nicht haben) philosophieren kann, erscheint dem Rezensenten schon erstaunlich. Wenn Friedhelm Hengsbach jedoch loslegt, um anhand empirischer Daten und dramaturgisch geschickt eine Erzählung über den europäischen Menschen in seiner beschleunigten Arbeitswelt zu entwerfen, hält der Rezensent buchstäblich inne. Hengsbachs Versuch einer Analyse und produktiven Kritik der Dynamik des Industriekapitalismus' kann er nur als gelungen bezeichnen. Nicht nur mit seinem Marx macht der Autor Krippendorff bekannt, auch durch den Dschungel der Banken und Rettungsschirme und Gipfelbeschlüsse führt er ihn sicher und umsichtig und gibt Lösungsvorschläge. Der Umbau unserer Turbokonsumgesellschaft zu einer kulturellen Dienstleistungsgesellschaft - dem Rezensenten erscheint er machbar!
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Friedhelm Hengsbach
Friedhelm Hengsbach, geboren 1937, ist Mitglied des Jesuitenordens. Er hat Philosophie, Theologie und Wirtschaftswissenschaften studiert und ist Professor für Christliche Gesellschaftsethik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am ... mehr lesen
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