Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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Klappentext
Mit zahlreichen Fotos und 32 farbigen Fototafeln. Franziska van Almsick spricht über ihr Leben, über ihre Prominenz, ihr Geld, ihren Körper und über ihr Element, dem sie vieles geopfert hat und alles verdankt. Gefeiert als der erste gesamtdeutsche Sportstar, gekürt zur Weltsportlerin und Sportlerin des Jahres, übel verhöhnt nach Niederlagen, Opfer von Klatsch und Tratsch. Jeder meint, Franziska van Almsick zu kennen. In Wirklichkeit weiß kaum einer etwas über ihre Person. Am Ende ihrer großen Karriere erzählt sie in "Aufgetaucht" zum erstenmal, was sie der Öffentlichkeit noch nie anvertraut hat.
Sie hat das absolute Gespür für Wasser, keine andere Schwimmerin beherrscht das Element wie sie. Keine andere ist so populär und erfolgreich. Nur eine Medaille fehlt ihr noch: olympisches Gold. Mit unbändigem Willen arbeitet sie darauf hin. Privates stellt sie zurück, obwohl sie ein Mensch ist, der Freunde und Familie braucht, obwohl sie den Mann fürs Leben gefunden hat. Stefan Kretzschmar verleiht ihr Flügel, auch wenn oft viele Kilometer zwischen ihnen liegen.
Stark ist die gebürtige Ostberlinerin von klein auf: als Spartakiadesiegerin in Wendezeiten, als 14jährige Olympiazweite und als Medienstar im Teenageralter. Weil sie immer stark sein will, weist sie den brutalen Leistungsdruck nie von sich. Statt dessen bestraft sie ihren Körper und zieht sich in ihren "Hungerturm" zurück. Dank ihrer inneren Kraft verlässt sie diesen. Sie taucht wieder auf, bricht ihren eigenen Fabelweltrekord, steht als strahlende Siegerin da, als eine, die den Olympiasieg verdient wie keine zweite.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 17.12.2004
Franziska van Almsick ist zwar nun aufgetaucht und hat "das Wasser und damit ihre Sportbühne entgültig verlassen", meint der Rezensent mit dem Kürzel "kla", aber in ihrer nun veröffentlichten Autobiografie bleibt sie dennoch "zu stark an der Oberfläche". Das Buch lese sich "wie ein von Launen geprägtes Tagebuch", dessen Kernaussage lautet: Ich habe wirklich für den Sport gelebt. Tragisch nur, dass sie ihr großes Ziel, olympisches Gold, auch in Athen nicht erreichen konnte. Das "Glamourgirl des deutschen Sports" schreibt in einer einfachen Sprache (ohne Ghostwriter), geradlinig und ehrlich, so "kla", aber wie gesagt: alles etwas oberflächlich und noch dazu "gar belanglos".
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 07.10.2004
Die Geschichten, die Franziska van Almsick in ihrer Autobiografie erzählt, findet Rezensent "jah." mittelmäßig. Häufig habe das Geschilderte den "Neuigkeitswert einer Tageszeitung von vorgestern", die wirklich interessanten Dinge habe die Schwimmerin weggelassen. So verliere van Almsick beispielsweise kaum ein Wort über das Verhältnis zu ihren Trainern, zu anderen deutschen Schwimmern oder ihrer DDR-Vergangenheit. Das bringt den Rezensenten auf die Idee, dass ihr schriftstellerisches Verbleiben an der "(Wasser)-Oberfläche" vielleicht "berufsbedingt" sein könnte. Inmitten all der wenig aufregenden und zudem "nüchtern" und "emotionslos" erzählten Geschichten scheint dem Kritiker nur van Almsicks Enthüllung ihrer Ess-Störungen lobenswert. Dies jedenfalls findet er "echt spannend und tatsächlich brandneu".
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