Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Franz Pfemfert

Pfemfert

Erinnerungen und Abrechnungen. Texte und Briefe

Cover: Pfemfert

Belleville Verlag, München 1999
ISBN-10 393351018X
ISBN-13 9783933510181
Broschiert, 675 Seiten, 50,11 EUR

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Klappentext

Herausgegeben von Lisbeth Exner und Herbert Kapfer. Mit einem Vorwort von Ellen Otten. Das Buch ist in zwei Teile gegliedert:
Die Erinnerungen enthalten Texte von Manfred George, Claire Goll, Franz Jung, Daniel-Henry Kahnweiler, Hermann Kasack, Walter Mehring, Karl Otten, Kurt Pinthus, Erwin Piscator, Alexandra Ramm, Hans Richter u.a.
Briefpartner sind Gottfried Benn, Fritz Brupbacher, Maximilian Harden, Franz Jung, Karl Krauss, Else Lasker-Schüler, Heinrich Mann, Karl Otten, Rudolf Rocker, Egon Schiele, Carl Sternheim, Leo Trotzki u.a.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.01.2001

Eigentlich, fällt der Rezensent Thomas Rietzschel mit der Tür ins Haus, ist das Buch fast "ein Schwindel". Jedenfalls führt es auf falsche Fährten. Denn es handle sich keineswegs um die eigenen Erinnerungen Franz Pfemferts, des Herausgebers der expressionistischen Zeitschrift `Die Aktion`. Stattdessen über hundert Seiten "Vorworte" von anderen, dann die "Erinnerungen" - von Otten, Pinthus, Jung, Goll, Piscator, Mehring. Auf Seite 196 habe dann Pfemfert seinen ersten Auftritt: es folgt eine Auswahl seiner Briefe. Sehr viel neues über die "Aktion"-Zeit ist, bemängelt der Rezensent, da aber auch nicht zu erfahren. Im Mittelpunkt steht (da die früheren Briefe zum großen Teil nicht mehr existieren) die "sehr private Geschichte" einer großen Vereinsamung im Exil. Viel Interessantes bleibt also nicht übrig, Rietzschels Verdacht: die Herausgeber haben "einfach zusammengetragen (...), was immer ihr Buch dick machen konnte."

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 29.06.2000

Mit großer Anerkennung spricht Roland H. Wiegenstein über die "unendliche Mühe", die sich die Herausgeber bei der Recherche für diesen Band gemacht haben, zumal die meisten Archive, die Aufschluss hätten geben können, verloren sind bzw. als verschollen gelten. Als wichtige Quelle habe daher eine mehrstündige Radiosendung gedient, die sich in den Archiven des WDR fand. Für diese Sendung hatte Karl Otten zahlreiche schriftliche und mündliche Zeugnisse zusammen gestellt. Aber auch Zeitungsartikel aus den sechziger Jahren und vor allem Briefe Pfempferts haben die Herausgeber - neben eigenen Aufsätzen - hier abgedruckt. Wiegenstein begrüßt es sehr, dass Pfempfert, dem "Schriftsteller, Herausgeber, Fotografen (...), der bis 1918 einer der wichtigsten, findigsten, unbestechlichsten Förderer des Expressionismus war" mit diesem Band "ein Denkmal, und wichtiger noch: ein Mahnmal" gesetzt wird. Pfempfert zeigt sich, so der Rezensent, als kompromissloser Streiter, als Polemisierer, der aber auch im größten Elend des Exils sich nicht wehleidig zeigte. Über Pfempferts Tätigkeit könne man sich zwar auch im Reprint der Zeitschrift "Aktion" (von 1961 bis 1976) informieren. Ein Bild des Menschen Pfempfert wird nach Ansicht des Rezensenten erst durch den vorliegenden Band deutlich. "Eine solide Grundlage für weitere Forschungen", so lautet das Fazit des Rezensenten.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren