Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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Klappentext
Mit Bildern von Egbert Herfurth. Die dampfenden Hälse der Pferde im Turm von Babel,bereits vier Jahre zuvor in der DDR erstmals publiziert, sollten zu einem Klassiker der Kinderbuchliteratur werden. Ein Sprachspielbuch, eines, in dem der "Zeigefinger" zu einem "Zauberfinger" wird. Küslübürtün heißt der kleine Geist, ein Umlautungeheuer und Zungenbrecher, sonst jedoch ein freundliches Wesen, das Leben in eine Gruppe sich langweilender Kinder bringt. Mit Sprachrätseln, mit Geschichten, die sich um Worte, um Lautmalerei drehen, mit Hesiod und Homer, Goethe und Hölderlin, mit Stilblüten und Sprachwitz. Da wird vom "kleinen und" berichtet, das sich aus Einsamkeit Buchstabenpartner sucht. Und da begeisert das Märchen Am Schneesee, in dem eine Fee gerade vom Schneeseekleerehfeezehweh geplagt wird.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.09.2005
Rezensentin Gundel Mattenklott zollt diesem wieder aufgelegten Buch von 1978 zwar den schuldigen Respekt und nennt die "reichhaltige" Sammlung von Sprachspielen und Einführung in die Sprachphilosophie ein anregendes "literarisch-philosophisches Kompendium". Besonders die "bürokratisch-verschrobenen Wortungetüme" aus dem sozialistischen Alltag (samt Glossar für den Leser von heute) haben der Rezensentin Spaß gemacht. Trotzdem findet sie das Buch insgesamt etwas sperrig und nicht ohne weiteres genießbar. Es stört sie der Schulmeisterton des Autors ebenso wie die langweiligen Dialoge von fünf Kindern, die sich unter Anleitung eines Sprach-Dschinnis in Wortspielen unterhalten. Uneingeschränkt gute Noten bekommt das Werk aber für seine Ausstattung und die "hintersinnigen Zeichnungen" von Egbert Herfurth.
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