Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Frank Nowatzki (Hrsg.)

Antihero

Feat. Charles Willeford

Maas Verlag, Berlin 2001
ISBN-10 3929010666
ISBN-13 9783929010664
Broschiert, 250 Seiten, 11,00 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Gabriele Baertels und Ango Laina. Die Protagonisten dieses Buches sind Antihelden: Abzocker, Verlierer, Serienmörder oder Auftragskiller. Das ist in der Welt der Crime- und Pulpfiction nichts Ungewöhnliches, ist doch die Figur des Antiheros ein beliebtes Stilmittel, um einen Blick in die Schattenbereiche der Zivilisation zu riskieren. Je mehr die Antiheros von Dekade zu Dekade mutierten, desto bizarrer und gewagter wurden die Storys. Das Kernstück dieser Anthologie ist Charles Willefords Debütroman "Der Hohepriester": Im San Francisco der 50-er inszeniert der selbstgefällige Gebrauchtwagenhändler Russel seine Interpretation des American-Way-of-Life und manipuliert seine Mitmenschen gnadenlos. Paul Cain, Fletcher Flora, Dan J. Marlowe, Derek Raymond, Joe R. Lansdale und Buddy Giovinazzo lassen weitere Vertreter der Spezies Antihero auf uns los...

Rezension Perlentaucher

es gibt keinen sicheren Standpunkt, der hinter dem des Erzählers durchscheint, sondern nur diese lakonischen, kurzen Sätze, die Banalitäten wie Ungeheuerlichkeiten im selben unaufgeregten Tonfall notieren. Vom Erzählgestus her sind Beschreibungen eines brutalen Mords und des, nur zum Beispiel, Kaffeekochens, nicht unterschieden. Das ergibt eine so faszinierende wie unbequeme Leseerfahrung: Man verliert den Boden des sicheren Urteils unter den Füßen...
Lesen Sie mehr von Ekkehard Knörer in 'Mord und Ratschlag'

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 11.12.2001

Robert Brack freut sich, dass man auch mal was "über die US of Assholes" erfährt, über "das andere Amerika" also. Die von Frank Nowatzki - "Streiter für den wahren und guten Krimi-Trash" - zusammengestellte Anthologie schätzt er wegen ihrer "Gewinnlertypen, Versager, Macho-Drecksäcke und Psychopathen" und weidet sich an einer "total kaputten Liebesgeschichte" (Charles Willefords Roman "Der Hohepriester") wie an den schwarzen Geschichten von Paul Cain und Fletcher Flora. Dass man Amoralität und Asozialität auch mit Witz abhandeln kann, hat unser Rezensent anhand des Bands feststellen können und auch, dass Hannibal Lector "wie ein Waisenknabe" aussehen kann. Insgesamt sei 'Anti-Hero' das Buch, "dass dir gnadenlos amüsant erklärt, warum du schon wieder eine schlaflose Nacht hattest".

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren