Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Frank Illing

Kitsch, Kommerz und Kult

Soziologie des schlechten Geschmacks

Cover: Kitsch, Kommerz und Kult

UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz 2006
ISBN-10 389669541X
ISBN-13 9783896695413
Kartoniert, 239 Seiten, 17,90 EUR

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Klappentext

Mit einer tendenziellen Delegitimation von Hochkultur basieren ästhetische Urteile verstärkt auf Geschmack. Geschmack, so Frank Illing, sei nach Kant immer stärker aus dem Blickfeld der Forschung verschwunden. Illig stellt die "ästhetisch begründete Präferenz für oder gegen bestimmte Objekte" wieder ins Rampenlicht der Soziologie. Wichtige Anknüpfungspunkte sind dabei unter anderem Jan Mukarovsk's strukturalistisches Konzept, Adornos "Kulturindustrie"-These, Pierre Bourdieus Untersuchung "Die feinen Unterschiede" sowie die Forschungen der "Cultural Studies" zu subkulturellen Stilen. Geschmacksfragen stellen sich laut Illing in den verschiedensten Lebensbereichen. So sind wir mit der "Alltagsästhetik" - wie kleiden wir uns, wie richten wir uns ein, was essen wir - ebenso konfrontiert wie mit ästhetischen Fragen im Bereich der Kunst, die zunehmend auch nach geschmacklichen Kriterien beantwortet werden. Ausführlich widmet sich der Autor zudem den Fragen des "schlechten" Geschmacks. Hier geht es um Schlagworte wie Mode/modisch, Kult, Kitsch, Kommerz, Trash usw.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.11.2006

Kein gutes Haar lässt Rezensent Oliver Jungen an dieser Studie über das Konzept des Geschmacks, die der Soziologe Frank Illing vorgelegt hat. Schon formal kann ihn das Buch nicht überzeugen, so "zusammengeschustert", "argumentativ ziellos" und "sprachlich-grammatisch unbeholfen" wirkt es auf ihn. Auch Illings theoretische Betrachtung des Konzepts des Geschmacks findet Jungen misslungen. Die Auseinandersetzung mit den Forschungspositionen zum Thema scheint ihm willkürlich, der Blick auf Theorien Jan Mukarovskys, Theodor W. Adornos und Pierre Bourdieus sowie der "Cultural Studies" unergiebig. Zudem hält Jungen dem Autor bei seiner Untersuchung dieser Klassiker eine Vermischung von Meta- und Objektsprache vor. Außerdem mangelt es Illing seines Erachtens an Entschiedenheit, etwa zur Einsicht, dass Geschmack jenseits seiner Eigenschaft, gewisse Gruppen zu charakterisieren, keine soziologische Relevanz habe.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren