Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Francoise Sagan

Mein Blick zurück

Erinnerungen

Cover: Mein Blick zurück

Ullstein Verlag, Berlin 2000
ISBN-10 3550083149
ISBN-13 9783550083143
Gebunden, 206 Seiten, 18,41 EUR

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Klappentext

Fracoise Sagan legt ihre Erinnerungen vor - lässt ihr Leben anhand ihrer Romane an uns vorbeiziehen. Und sie sellt fest, dass ihre Romane die "einzig überprüfbaren Eckdaten ihres Lebens sind", angefangen von "BonjourTristesse" bis zu "Und mitten ins Herz"...

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 12.10.2000

Zu einer Party geladen fühlte sich die Rezensentin Ursula März durch dieses Buch, aber schon bei der Begrüßung durch die Gastgeberin ist sie leicht verärgert. Nur an ihre Romane als eindeutige Richtpunkte ihrer Erinnerung will die Sagan sich halten, so schreibt sie am Anfang. Und bedauerlicherweise, so März, hat sie sich daran auch gehalten; die Party wird organisiert als "kleine literaturgeschichtliche Vorlesung in eigener Sache". Im Licht ihrer Romane gibt sie dann und wann etwas aus ihrem Leben preis. Immerhin ist das alles uneitel geschrieben, aber wenig ergiebig: die "Vorführung katzenhaft geschmeidiger Vermeidung", meint Ursula März, und verdrückt sich von dieser Party schnell wieder.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 29.07.2000

Rezensent Jürgen Ritte nimmt es der Autorin von "Bonjour tristesse" etwas übel, dass sie in ihrer eigenen Retrospektive so wenig durchsickern lässt von der Existenz einer Schriftstellerin, die von "Unfällen, gescheiterten Ehen, Spielsucht, chronischer Geldnot" und "Depressionen" gepeinigt wurde. Anstatt ihrer eigenen "Skandalen und Affären", nehme sich Sagan lediglich ihrer "gut zwanzig Romane" "in braver chronologischen Reihenfolge" an. Eine pikante Ergänzung am Ende der Rezension erinnert an die Realitäten außerhalb der selektiven Selbstwahrnehmung: z.B. an Sagans gescheiterte Vermittlung eines Konzessionsvertrag zwischen Usbekistan und dem Erdölkonzern "Elf". Mittlerweile sitze der Elf-Chef im Gefängnis. Die alternde Sagan wiederum sitze in Sanatorien in Erwartung von Geld und neuem Ruhm.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 25.03.2000

Ein wenig überrascht scheint Verena Auffermann zu sein, dass Francoise Sagan ihre Erinnerungen an ihr äußerst bewegtes Leben so übermäßig sortiert hat: "mit viel mehr Hygiene, Selbsthass und Bescheidenheit, als es ihre Bücher verdient haben", findet sie. Überhaupt Bescheidenheit: Sehr viel Understatement macht Auffermann hier aus, dauernd ist von Mißerfolgen die Rede, macht sich Sagan kleiner als sie ist. Allerdings hört die Rezensentin auch bisweilen den Ton "trainierter Schüchternheit" heraus. Letztlich erfahre man aber wenig über die Person Sagan. Da parliert sie über "die Segnungen des Älterwerdens" und über die "nervösen Depression als Geißel der modernen Zeit" oder zitiert Pascal. Der Rezensentin ist das viel zu brav. Sie fragt sich, wo die Frau ist, die wie Beauvoir, Duras und Bardot "zu den Löwinnen im Kampf um die sexuelle Befreiung gehörte".

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren