Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Francois Emmanuel

Der melancholische Mörder

Roman

Cover: Der melancholische Mörder

Antje Kunstmann Verlag, München 2002
ISBN-10 3888972957
ISBN-13 9783888972959
Gebunden, 200 Seiten, 16,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Französischen von Bernd Wilczek. An Tabucchis unfreiwillige Helden erinnert der Killer wider Willen Leonard Gründ, der sich gemeinsam mit dem Opfer auf den Weg macht, um die Tat zu verhindern.

Rezension Perlentaucher

Das Schlussbild des Romans ist ein Traum, der noch einmal alle Beteiligten versammelt, aber für nichts möchte man dem ausgebildeten Psychoanalytiker Francois Emmanuel mehr danken als für seinen Verzicht auf Deutungsvorgaben. Vieles, das er erzählt, bleibt rätselhaft und wahrt die Faszination gerade dadurch, dass er dem Leser keinen Schlüssel in die Hand drückt, es aufzuschließen...
Lesen Sie mehr von Ekkehard Knörer in 'Mord und Ratschlag'

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 11.07.2002

Francois Emmanuels Buch zählt Rezensent Sacha Varga zur Kategorie "philosophischer Krimi", eine Gattung, die sie als "schick, da philosophisch, leserfreundlich, da Krimi und schnell vergessen, falls misslungen " definiert. Letzteres erhofft sie sich für die vorliegende Neuerscheinung, denn hier, so Verna, findet der Leser nichts als Stereotypen der Kriminalliteratur. Auch wenn es neben dem Plot eigentlich um "Fundamentalmenschliches" geht, empfindet Verna gerade diese Tiefenschicht des Romans, ausgebreitet in extravaganten Konstruktionen und angereichert mit Plattitüden und Kitsch, nur peinlich.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 04.05.2002

So richtig klar wird nicht, ob Martin Krumbholz viel mit diesem neuen Roman des Schriftstellers und Psychoanalytikers Francois Emmanuel anfangen kann. Er attestiert dem Autoren zwar einen "abgründigen Humor" und eine subtile Form von Ironie bei der Beschreibung "der Welt der Angestellten, ihrer Abhängigkeit, ihrem Gefangensein im System". Doch ob damit eine stimmige Atmosphäre evoziert wird, ob die Stilmittel bei der Vermittlung dieser Geschichte funktionieren, darüber sagt der Rezensent nicht viel. Krumbholz stellt lediglich fest, dass Geschichte eine "pechschwarze Grundierung" trägt und den grundsätzlichen Pessimismus des Autoren reflektiert.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren