Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Französischen von Friedrich Wolfzettel. Mit einem Nachwort von Mario Vargas Llosa. Mario Vargas Llosa hat Flora Tristan, der berühmten französischen Frauenrechtlerin, Sozialistin und Verfasserin kämpferischer Schriften (1803-1844), und ihrem Enkel Paul Gauguin seinen neuesten Roman Das Paradis ist anderswo gewidmet. In Meine Reise nach Peru spricht die unkonventionelle Frau von ihrem bewegten Leben: Um vor ihrem gewaltätigen Ehemann zu fliehen, schifft sich Flora 1833 nach Peru ein, in der Hoffnung auf Zuflucht und finanzielle Zuwendung bei der Familie ihres verstorbenen Vaters. Ihr Reisebericht zeugt von dem wachen Blick, den die damals 30jährige auf die Menschen, ihre sozialen Bindungen und die Politik hat. Eine Gesellschaftsstudie und gleichzeitig die fesselnd zu lesende Autobiografie einer mutigen Frau.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.06.2004
Immer noch lesenswert findet Rezensent Martin Halter den Roman der Frauenrechtlerin, Sozialistin und Paul-Gauguin-Großmutter Flora Tristan. Der Rezensent attestiert ihr "Kühnheit, Idealismus und Naivität" und ein Leben voller Abenteuer, Skandale und schauriger Tragödien. In ihrem Buch beschreibt sie Halter zufolge ihre Ehehölle und das Jahr in Peru. Beides habe sie zur Feministin gemacht und noch vor Marx habe sie ihre Überzeugung verkündet, dass das Proletariat sich nur selber befreien könne. Die kurzen Einblicke, die der Rezensent in das kurze Leben von Flora Tristan gewährt, lassen auf eine bewegende Lektüre schließen.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.02.2004
Die Neuauflage dieses autobiografischen Reiseberichts (im Taschenbuchformat) kommt für Andreas Breitenstein wie gerufen, hat doch der peruanische Autor Vargas Llosa gerade einen Roman vorgelegt, in dem er die Lebensgeschichte Flora Tristans verarbeitet. Tristan war das illegitime Kind eines peruanischen Offiziers und einer französischen Mutter, und nachdem sie mit 22 Jahren ihren gewalttätigen Ehemann verlassen hatte, befand sie sich jahrelang auf der Flucht, skizziert Breitenstein die Lebenssituation von Tristan. Ihre einjährige Reise zu den entfernten Verwandten nach Peru im Jahr 1833/34 stellt ein Zäsur in ihrem Leben dar; ihr 1938 veröffentlichter Reisebericht öffnete ihr die Türen der Pariser Salons, weiß der Rezensent, wohingegen sich die bürgerliche peruanische Gesellschaft brüskiert sah, von der Tristan ein ätzendes Sittengemälde abgeliefert hätte. Zugleich hat Tristan in Peru ausgesprochen selbstbewusste Frauen kennen gelernt, und erst diese Erfahrung habe sie, vertritt Breitenstein die These, von der Rebellin zur Strategin werden lassen, die die Befreiung der Arbeiterschaft nur über den Weg einer Emanzipation der Frauen möglich sah. Tristans Reise nach Peru war das Jahr ihrer persönlichen Reifung, macht Breitenstein auf das Büchlein neugierig.
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