Bücherschau der Woche
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Felipe H. Cava, Raul
Berlin 1931
Klappentext
Aus dem Spanischen von Aura Nukari und David Permantier. Erzählt wird in drei Episoden die Geschichte des englischen Aristokraten Hewitt der in den Machtkampf zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten verwickelt ist ... Die Geschichten spielen in der Zeit der Weimarer Republik: Brüning ist Reichskanzler, und vor dem Hintergrund der Stimmengewinne sowohl für die Kommunisten als auch die Nationalsozialisten bei der letzten Wahl zum Reichstag spitzt sich die innenpolitische Situation immer mehr zu.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.12.2001
Brav. Nun bespricht auch die FAZ Comics und stellt heute - natürlich nicht irgendeinen - sondern den "grandiosen Comic" der Spanier Cava/ Raul vor, der ursprünglich in der Wochenendbeilage von 'El Pais' als Fortsetzungsgeschichte erschienen ist - und zwar 1991, berichtet Andreas Platthaus. Das ganze erschien in Spanien bald darauf als komplettiertes Album und wurde bald darauf auch ins Französische übersetzt - in Deutschland harrte das Werk, das doch in Berlin spielt, bis jetzt der Entdeckung. Und natürlich ist es mal wieder ein Kleinstverlag, der sich dieser Aufgabe annimmt. Platthaus gerät ins Schwärmen: die Geschichte ist ein Krimi, der alle politischen Ingredienzien jener Zeit Anfang der 30er Jahre aufweist - ganz nett, aber nichts im Vergleich zu den Farb-, Bild- und Seitenkompositionen des Zeichners Raul. Der benutzt kräftige Acrylfarben, macht Anleihen beim Expressionismus, aber ebenso bei den Plakatmalern, Munch, Grosz und Beckmann. Selten, schwelgt der Rezensent, sei im Comic "so souverän und eklektizistisch zugleich" vorgegangen worden. Im übrigen stimme auch der Rest: Übersetzung und Aufmachung gut, Druckqualität sehr gut.
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