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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Felicia Langer

Brandherd Nahost

oder: Die geduldete Heuchelei

Cover: Brandherd Nahost

Lamuv Verlag, Göttingen 2004
ISBN-10 3889776442
ISBN-13 9783889776440
Taschenbuch, 170 Seiten, 9,90 EUR

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Klappentext

Der Nahe Osten bleibt ein Brandherd. Die Menschen in Israel und Palästina kommen nicht zur Ruhe. Immer neue Gewalttaten erschüttern die Region. Nachrichten über Tote, Terroranschläge und Vergeltungsaktionen zwischen Israelis und Palästinensern erschüttern die Hoffnung auf einen Friedensprozess, der diesen Namen verdient. Die Unterdrückung der Palästinenser dauert an. Israel errichtet trotz internationaler Proteste eine bis zu acht Meter hohe "Sperranlage" im Westjordanland. Die "Mauer der Schande" ist bereits 150 Kilometer lang und reicht zum Teil tief in palästinesisches Gebiet hinein. Sie soll 360 Kilometer lang werden. Dennoch halten die Bemühungen an, dem Friedensprozess zum Durchbruch zu verhelfen. Felicia Langer setzt sich kritisch mit der "Roadmap"auseinander, die in mehreren Etappen Israelis und Palästinenser zu einem friedlichen Miteinander führen soll. Sie macht deutlich, dass es keinen wirklichen Frieden geben kann, wenn man nur darauf lauert, dass die Palästinenser den Status Quo akzeptieren, am Ende gar kapitulieren. Darüber hinaus nimmt sie Stellung zur Antisemitismus-Debatte in Deutschland.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 30.04.2004

Auch wenn Rezensent Ludwig Watzal nicht mit allem einverstanden ist, was die Autorin Felicia Langer über den palästinensisch-israelischen Konflikt zu sagen hat, hält er ihre schonungslose Abrechnung mit der Politik Israels unter Sharon für einen "notwendigen Beitrag zum besseren Verständnis Israels". Das liegt für ihn vor allem daran, dass das Buch sehr gut recherchiert ist. Langer habe Informationen aus vielen verschiedenen Quellen zusammengetragen und diese "kenntnisreich interpretiert und politisch eingeordnet". Doch in einem Punkt widerspricht Watzal der Autorin: Sie findet, dass die jüdischen Gemeinden hierzulande zu "Filialen der israelischen Botschaft" geworden seinen und dass es demzufolge kaum Kritik an der Politik Sharons gibt - gerade letzteres sieht unser Rezensent ganz anders. Am Ende hat das Buch ihn ratlos zurückgelassen, weil es Buch tatsächlich kein gutes Haar an der Politik Israels lasse.

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