Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Fanny Lewald, Carl Alexander von Sachsen-Weimar

Mein gnädigster Herr! Meine gütige Korrespondentin!

Fanny Lewalds Briefwechsel mit Carl Alexander von Sachsen-Weimar

Cover: Mein gnädigster Herr! Meine gütige Korrespondentin!

H. Böhlaus Nachf., Weimar 2000
ISBN-10 3740011122
ISBN-13 9783740011123
Gebunden, 460 Seiten, 29,65 EUR

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Klappentext

Der Briefwechsel erstreckt sich von 1848 bis 1889: 40 Jahre deutsche Geschichte und Kultur im Dialog zwischen einer emanzipierten, freidenkerischen Schriftstellerin und Salondame und einem Repräsentanten der politischen Macht. Mit einer Einführung von Eckart Kleßmann.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 19.10.2000

Barbara Hahn wirbt in ihrer Besprechung in erster Linie mit Zitaten für diesen Briefwechsel. Vor allem diese lassen denn auch das `Anregende und Dramatische` der Korrespondenz zwischen der Schriftstellerin und dem aufgeklärten Fürsten von Weimar erkennen. Deutlich macht Hahn allerdings, wie sich die beiden Korrespondenten zunächst an die Spitze einer gesellschaftlichen Bewegung stellten, um sich später mit aller Kraft gegen eine Moderne zu stemmen, die nicht mehr im Dienste von `Schönheit und Idealismus` steht. Und Sehr deutlich weist Hahn darauf hin, dass es sich bei dem Band um den Nachdruck einer Ausgabe von 1932 handelt, auf die keinerlei Bezug genommen werde. Dabei ist doch deren Einleitung laut Hahn weitaus informativer als die neue von Eckart Kleßmann.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.10.2000

Gerda Marko stellt sich in ihrer Rezension vor allem die Frage, aus welchen Gründen der Briefwechsel zwischen Carl Alexander und der Schriftstellerin Fanny Lewald über so viele Jahrzehnte angehalten hat. Die Gründe vermutet sie vor allem darin, dass Lewald dem Prinzen gegenüber recht gemäßigt auftritt. Es sei nicht viel zu spüren von ihrer "kämpferischen Leidenschaft und ihrer Freude an Provokation". Zwar trete sie auch Carl Alexander gegenüber beispielsweise für die Emanzipation und Ausbildung der Frauen ein - jedoch in so gemilderter Form, dass dies auch für den Fürsten akzeptabel und "leicht verdaulich" blieb. Carl Alexander wiederum macht seine Verehrung in den Briefen an Lewald stets deutlich und wird nicht müde, "seine Wertschätzung" auszudrücken, was ihr, so Marko, überaus geschmeichelt haben dürfte. Insgesamt findet die Rezensentin diese Briefe durchaus lesenswert, wenn sie ihr auch bisweilen "betulich" und auch "bieder" erscheinen. Großes Lob äußert Marko über die editorische Arbeit, die beigefügten Lebensläufe und Anmerkungen sowie die "kundige Einführung" durch Eckart Kleßmann".

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren