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Klappentext
In diesem Buch über die reiche Tradition des jüdischen Humors lässt BenGershom etwas von der durch Jahrtausende sich wandelnden jüdischen Lebenswirklichkeit durchblicken. Viele, nicht allgemein bekannte Beispiele aus der mehr als dreitausendjährigen Geschichte laden dazu ein, über den menschlichen Humor insgesamt erneut nachzudenken.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.10.2000
Oliver Maria Schmitt ist etwas ratlos angesichts dieses Versuchs einer Kulturgeschichte des jüdischen Humors. In seinem "überaus lesenswerten Vorwort" gestehe der israelische Autor ein, weder "Humor" noch das "Jüdische" definieren zu können. Der Rezensent stellt fest, dass Ben-Gershom sich davon nicht "entmutigen" lässt und unverzagt eine große Anzahl von "Humorfundstücken und -definitionen" ausbreitet, die zeitlich vom frühen Talmud bis zum Humor nach der Shoa reicht. In der weiten Spannbreite der Beispiele sieht er denn auch das Hauptproblem des Buches, denn bei den vielen Details vermisst der Rezensent "Systematik und argumentative Struktur". Zudem werde vieles ausgespart, was den Vorlieben des Autors nicht entspricht und so manches an Begriffen nicht geklärt, tadelt Schmitt. So wundert er sich beispielsweise über die ominöse "Sexkomik", die der Autor bei Woody Allen feststellt, ohne sie näher zu definieren. Am Ende komme Ben-Gershom zu dem "verblüffend einfachen" Schluss, fast alles könne dem Menschen komisch erscheinen. Das kommt dem Rezensenten dann doch etwas komisch vor.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.09.2000
Keine launige Sammlung jüdischer Witze sondern die Analyse des jüdischen Humors und seiner Kulturgeschichte, so Friedemann Kluge, hat der Autor hier vorgelegt. Seine Antworten sind dabei natürlich keine endgültigen, aber was er bietet, schreibt der Rezensent, ist eine intelligente Kulturgeschichte, die von der Bibel bis zu Witzen im heutigen Warschau beispielsweise reicht. Das "Jüdische" ist an diesem speziellen Humor die "Reziprozität von Gottes Humor und menschlichem Humor", denn nach haggadischem Verständnis lacht und weint Gott mit den Menschen. "Geistreich und spannend" ist das beschrieben, meint Kluge, und der Autor hat auch den Humor vieler Literaten mitbeachtet, von Thomas Manns Josephsromanen über Canetti, Perutz bis zu Heym und Eli Wiesel. Dass der Humor nach Auschwitz umso schwärzer geworden ist, so Bengershom, kann nicht verwundern, denn - so zitiert ihn Friedemann Kluge am Schluss; "Wann lächelte Gott dem Menschen das letzte Mal zu?"
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