Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Erwin Panofsky

Erwin Panofsky: Korrespondenz 1910-1968

Eine kommentierte Auswahl in fünf Bänden

Cover: Erwin Panofsky: Korrespondenz 1910-1968

Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 2011
ISBN-10 3447064889
ISBN-13 9783447064888
Gebunden, 5000 Seiten, 798,00 EUR

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Klappentext

Weltweit mögen circa 27.000 Briefe von und an Panofsky erhalten sein. Etwa 24.000 davon hat der Herausgeber in öffentlichen und privaten Archiven diesseits und jenseits des Atlantiks in vieljähriger Arbeit aufgespürt und daraus mehr als 3.000 zur Publikation ausgewählt. Diese Auswahl ist nun, eingeleitet, textkritisch aufbereitet, kommentiert, durch Verzeichnisse und Register erschlossen sowie durch Bildbeigaben bereichert, in fünf umfangreichen Bänden erschienen. Das Werk versteht sich als ein Beitrag zur Mikrohistorie des Lebens und Wirkens von Erwin Panofsky, der keine Autobiografie hinterlassen hat. Darüber hinaus bietet es Einblicke in die wechselvolle Geschichte des 20. Jahrhunderts aus der Perspektive einer exzeptionellen Persönlichkeit, wobei die Wissenschafts-, Sozial-, Personen- und Institutionengeschichte besondere Schwerpunkte bilden. Die Korrespondenzen Panofskys sind, von einzelnen Ausnahmen abgesehen, der bis heute unbekannte Teil seines Wirkens. Die umfangreiche Auswahlausgabe wird daher für längere Zeit einen unentbehrlichen Ausgangspunkt für Forschungen der verschiedensten Art bilden. Der Herausgeber Prof. em. Dr. Dieter Wuttke lehrte bis 1995 Deutsche Philologie des Mittelalters und der Frühen Neuzeit auf kulturwissenschaftlicher Grundlage in der Nachfolge Aby M. Warburgs an der Universität Bamberg. Er war Mitglied des Institute for Advanced Study in Princeton und unter anderem Fellow am Center for Advanced Study in the Visual Arts an der National Gallery of Art in Washington, D.C.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.08.2011

Ein "großes Stück Zeit- und Geistesgeschichte" erblickt Andreas Wang in dieser von Dieter Wuttke herausgegebenen Auswahledition der Korrespondenz des Kunsthistorikers Erwin Panofskys, die mit dem jetzt vorliegenden fünften Band zum Abschluss gekommen ist. Er würdigt insbesondere die Herkulesleistung des Herausgebers, der rund sechsundzwanzigtausend Briefe aufgespürt und davon dreitausendfünfhundert ausgewählt hat, und lobt dessen exzellente Kommentierung der Briefe. Wuttkes Edition der Korrespondenz macht die Laufbahn des Gelehrten für Wang genaustens nachvollziehbar. Ja, er sieht in ihre eine Art Autobiografie, die das Familienleben, die Forschungen und die Kunstbetrachtung des Kunsthistorikers dokumentiert. Besonders hebt der Rezensent die Briefe hervor, in denen sich Panofsky, der unter den Nationalsozialisten in die USA emigrieren musste, über Deutschland und die Verfolgung der Juden äußerte, eröffnen sie doch einen "eindrucksvollen Blick in den Abgrund deutscher Geschichte im 20. Jahrhundert".

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren