Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Ernst Peter Fischer
Brücken zum Kosmos
Wolfgang Pauli - Denkstoffe und Nachtträume zwischen Kernphysik und Weltharmonie
Klappentext
Die faszinierende Geschichte einer Begegnung von Physik und Psychologie, veranschaulicht an der Lebensgeschichte eines genialen Denkers: Wolfgang Pauli, geboren 1900 in Wien, hat als 20-Jähriger einen mehrhundertseitigen Handbuchartikel über die damals brandneue, von nur wenigen verstandene Relativitätstheorie Albert Einsteins geschrieben. Rasch war er Gesprächspartner von Bohr, Heisenberg, Delbrück und anderen Forschern. Als Pauli 1945, nach epochalen Entdeckungen zur Kernphysik, den Nobelpreis erhielt, nannte ihn Einstein seinen geistigen Sohn und hätte ihn gern als Nachfolger in Princeton behalten. Aber Pauli fühlte sich als Europäer und ging nach seiner Gastprofessur in den USA nach Zürich zurück, wo er 1958 starb.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.11.2004
Für die Entwicklung und das Selbstverständnis der Physik als (Natur)Wissenschaft war die Entdeckung der Quantentheorie in den 20er Jahren das wohl wichtigste Ereignis, erklärt Jürgen Busche einleitend. Im Zentrum dieser Entwicklung standen Werner Heisenberg und Wolfgang Pauli, der schon mit 21 Jahren einen Aufsatz über die Relativitätstheorie vorlegte, die Einsteins Anerkennung fand, so Busche. Ernst Peter Fischer hat nun - "auf sympathische Weise", meint Busche, was auch immer das heißen mag - eine Monografie geschrieben, die diesen ungewöhnlichen Physiker mit seinem Leben und Denken vorstellt. Denn Pauli vollzog seines Erachtens "den größten Brückenschlag" zwischen physikalischen Erkenntnissen und philosophischen Grübeleien. Pauli zeigte sich nämlich offen, erläutert Busche, für die grundsätzliche Idee, dass es andere Wirkungsmächte der Natur gebe als die der Naturwissenschaften. Er interessierte sich für Alchemie und vor allem für C.G. Jungs Lehre der Archetypen, die er zu einer "Hintergrundphysik" ausformulierte. Busche erzählt vom sogenannten Pauli-Effekt, der dem Physiker mitunter das Leben schwer machte, weil dem Wissenschaftler der Ruf voraus eilte, wo immer er sich aufhalte, ginge etwas schief. Dennoch war Pauli weit davon entfernt, erklärt Busche energisch, auf esoterischen Mumpitz reinzufallen.
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Krisen des modernen Ichs
26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert
Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3
07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen
Goncalo M. Tavares: Die Versehrten
19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen
Laszlo Vegel: Sühne
12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen







