Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Erika Burkart

Grundwasserstrom

Aufzeichnungen

Cover: Grundwasserstrom

Ammann Verlag, Zürich 2000
ISBN-10 3250104167
ISBN-13 9783250104162
Gebunden, 280 Seiten, 19,43 EUR

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Klappentext

Dem Grundwasserstrom folgend läßt uns Erika Burkart mit ihren Aufzeichnungen aus den letzten sieben Jahren teilhaben an ihrer poetischen Welt, der Quintessenz ihres Schreibens und Denkens. Ein Cicerone auch durch ihre Biographie ? Erinnerungen an die Kriegsjahre, an Freunde, den Todestag der Mutter. Und immer wieder steht die Natur im Blickfeld, das "Gartenparadies", mit dem und in dem sie lebt und das existentieller Mittelpunkt ihres Erlebens und ihrer Reflexion ist. In "Grundwasserstrom" ? wie in allen Werken Erika Burkarts ? fallen Naturbetrachung und Poetik ineinander. Bereichert durch Kostbarkeiten aus den Werken ihr gemäßer Dichter, die sie zitiert und die ihre "geistig-seelische Vita" dokumentieren, ist dieses Buch ein dichtes Gefüge aus Weisheiten des Lebens und der Kunst.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.06.2001

Obwohl die 79jährige Schweizer Autorin auch Prosastücke und Romane geschrieben hat, ist sie in ihrer Heimat vor allem als Lyrikerin bekannt geworden - zu Recht, meint Pia Reinacher. Insofern wundert es sie nicht, dass den parallel zu den letzten Gedichtbänden entstandenen Notaten, die nun in "Grundwasserstrom" gebündelt vorliegen, ein lyrischer Grundton zu eigen ist. Reinacher vergleicht Burkarts Verfahren mit der Methode eines Schmetterlingsforschers, der seine Objekte einfängt und unter Glas setzt. So manches Fundstück aus dem assoziativen Gedankenstrom findet Reinacher zu sehr aus dem Zusammenhang gerissen und seiner "Magie beraubt". Und doch habe diese Methode auch den Vorteil, dass sich manchmal wahre Treffer darunter finden, die sich als Leitsätze geradezu ins Bewusstsein der Leser einbrennen. In den geglückten Passagen kämen Poesie und Erkenntnis auf spielerische Weise zusammen, so Reinacher.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 06.09.2000

Behutsam und bewundernd schreibt Elsbeth Pulver über diese "Aufzeichnungen", die zunächst in Gestalt von Erinnerungen, Zitaten und - als "Höhepunkt des Buches" - einigen Erzähltexten keinen Zusammenhang beanspruchen, und ihn dann doch liefern. Ein Strindberg-Zitat, das die Rezensentin mitliefert, scheint die Poetologie der Autorin grundsätzlich zu benennen: `Du musst Realist sein, um Mystiker zu werden`. Und so kommt es denn, dass die Beschreibung von Landschaften, ihren Pflanzen- und Erdbeschaffenheiten, ihren Flur- und Kindheitsnamen, zum Ausdruck einer magische Zeit wird, so Pulver. Der titelgebende "Grundwasserstrom" sei ebenso geologisch wie poetisch und existentiell. Dieses Buch ist das "verschwiegendste" und "zugleich das anmutig unangestrengteste" der Schriftstellerin geworden, schreibt Elsbeth Pulver.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren