Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Mariam Notten erzählt die Chronik ihrer afghanischen Familie: von der blutigen Ermordung der Urgroßmutter um 1900, die in den Verdacht der Untreue gerät, von der Großmutter, die sich in ähnlicher Situation durch einen Mord rettet, vom Schicksal der Mutter, die ihr Kind verliert und deshalb von der Familie ihres Mannes geächtet wird, bis hin zur Nichte, die in Berlin als moderne junge Frau heranwächst. Eine spannende und bewegende Geschichte von Frauen, die ihr Schicksal trotz widrigster Umstände selbst in die Hand nehmen.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.04.2003
"Familienchronik, gesellschaftskritisches Werk, Abenteuerepos" - nicht weniger als ein afghanisches 20. Jahrhundert wird Irene Binal zufolge in diesem Buch erzählt, und zwar aus der Perspektive von fünf rebellischen Frauen aus fünf Generationen. Die Erzählerin, im Deutschland der Gegenwart lebend, berichtet von der Unterdrückung, der ihre Vorfahrinnen in der männlich dominierten afghanischen Gesellschaft ausgesetzt waren - und von ihrer Gegenwehr. Sie erzählt außerdem von ihrer in Deutschland aufgewachsenen Tochter, die als erste nicht mehr kämpfen muss, die aber als entwurzelter "Weltmensch" auf der Suche nach Identität ist. Die Autorinnen haben, schreibt Binal, "wenig literarische Ambitionen; sie erzählen geradlinig und ohne große Kunstfertigkeit". Der Wert dieses Buches liegt für die Rezensentin aber in der Authentizität seines Bildes.
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