Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Erhard Eppler

Privatisierung der politischen Moral?

Cover: Privatisierung der politischen Moral?

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2000
ISBN-10 3518121855
ISBN-13 9783518121856
Taschenbuch, 130 Seiten, 8,64 EUR

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Klappentext

Für Erhard Eppler sind die jüngsten politischen Skandale ? CDU-Parteispendenaffäre, SPD-Flugaffäre in NRW, Akten- und Datenbeseitigung der alten Bundesregierung ? gewichtige Anzeichen vom Ende einer am Gemeinwohl orientierten Politik.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 18.10.2000

Das Thema von Erhard Epplers Buch ist, so der Rezensent Friedbert Pflüger (als ehemaliger Redenschreiber von Richard von Weizsäcker ein Kenner des Gegenstands), das "Verhältnis von Recht und Macht", der Anlass ist die CDU-Spendenaffäre. Pflüger bespricht den Band respektvoll, bemängelt aber das Auftauchen "alter ideologischer Hüte". Damit meint er Epplers Gegnerschaft zu Neoliberalismus und Globalisierung ebenso wie seine Wertschätzung plebiszitärer Elemente. Und zuletzt ist ihm der Predigerton des Buches wohl auch ein bisschen zu viel, insbesondere die eine der "95 Thesen": "Du sollst nicht unnötig moralisieren."

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 05.08.2000

In diesem Band beschäftigt sich Erhard Eppler (von 1961-76 Mitglied des Bundestags für die SPD) mit dem Niedergang der politischen Kultur - "nicht zum ersten Mal", wie der Rezensent mit dem Kürzel "lx" anmerkt. Eppler führe die sinkende politische Moral auf die zunehmende Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen zurück und die damit einhergehenden Privatisierung der öffentlichen Moral. Dreh- und Angelpunkt seiner Analyse sei die CDU-Parteispendenaffäre. Das "private Meinungsgeschäft", das sich nicht mehr um Gerechtigkeit, sondern nur um das private Verhalten einzelner Individuen kümmere, erzeuge Überdruss, so Epplers Herleitung, die der Rezensent emotionslos referiert.

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