Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Elin Ebba Gunnarsdottir
Jener Sommer in Island
Klappentext
Aus dem Isländischen von Karl-Ludwig Wetzig. Ein Fjord im Norden Islands; die junge Schriftstellerin Hildur kehrt in ihre Heimat zurück, besucht eine ältere Freundin und deren Enkelin, taucht ein in die Vergangenheit. Zwölf Kurzgeschichten entwickeln sich aus den Gesprächen der Frauen aus drei Generationen.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 20.04.2001
Nach Aldo Keel handelt es sich hierbei um ein "gelungenes" Debüt, auch wenn der Rezensent die Übersetzung Karl-Ludwig Wetzigs als "etwas holperig" bezeichnet. Doch dass die Autorin an die "isländische Erzähltradition" anknüpft, worunter Keel offenbar auch Gunnarsdottirs Hang zu aussterbenden Originalen und ihren lakonischen Stil zählt, scheint dem Rezensenten sehr zu gefallen. Mit wenigen Worten gelingt es ihr, Charaktere, ja ganze Lebensgeschichten einzufangen, lobt er. Dass sich Gunnarsdottir dabei weniger mit dem Innenleben der Personen befasst, sondern eine durchweg distanzierte Haltung einnimmt, tut seiner Ansicht nach der Qualität dieses Buchs keinen Abbruch - im Gegenteil: Gerade dadurch lasse die Autorin dem Leser viel Raum für die eigene Phantasie.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 01.07.2000
Als sehr inhaltsreich und informativ bezeichnet Rezensent Wolfgang Werth die zwölf Sagas und Geschichten der Isländerin Elín Ebba Gunnarsdóttir, die beim Lesen das Gefühl vermitteln "als hätten sie sich sozusagen von selbst aufgezeichnet". Die Aufgabe des Aufzeichnens überträgt die Autorin ihrer fiktive Vertreterin Hildur Snorradóttir, die einen Sommer im verlassenen Nordwesten des Landes verbringt und - sich selbst zurücknehmend - aufschreibt, was um sie herum passiert. "Auf diese Weise entsteht ein vielschichtiges Bild der am extremen Ort verschärft sichtbaren gesellschaftlichen Situation Islands" bilanziert der Rezensent, der neben dem Inhalt auch die präzise Ausarbeitung und die Subtilität der Texte lobt.
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