Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Ekkehard Martens
Der Faden der Ariadne oder Warum alle Philosophen spinnen
Klappentext
Wir brauchen einen Ariadnefaden, um uns im Labyrinth der Welt zurechtzufinden. Wir müssen diesen Faden selbst in die Hand nehmen und auch weiterspinnen, um schöpferisch unser Denken und Handeln zu bestimmen. Ekkehard Martens erzählt in diesem Buch die Kulturgeschichte der Metapher vom Faden der Ariadne, die nicht nur in der griechischen Antike, sondern ebenso im Rationalismus Bacons und Kants, in der Gesellschaftskritik Nietzsches oder Adornos sowie in Wittgensteins Schachspielen am Werk war.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 01.03.2001
Andreas Brenner ist mit dem Autor einer Meinung, wenn er die Ansicht äußert, jeder Mensch sollte etwas von einem philosophischen Spinner haben. Denn Spinnen ist etwas Kreatives, erfährt der Leser: Ariadne rettete Theseus mit Hilfe eines gesponnen Fadens aus dem Labyrinth, man entwickelt Gesprächsfäden, Gedächtnisfäden können allerdings auch reißen und mancher entwickelt gar Hirngespinste. Doch schon Kants Zeitgenosse Christian Garve hat für das Spinnen von Gedanken plädiert: "Philosophieren kann jeder". Der Aufruf zum Spinnen ist also ein Plädoyer für das Selberdenken. Dies sehe Martens zwar nicht ganz so optimistisch, denn schließlich könne man sich auch "in den eigenen Netzen verfangen". Doch der `Ehrentitel eines Spinners` ist trotz allem, so Martens und Brenner einstimmig, etwas durchaus Erstrebenswertes.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 02.09.2000
In seiner kurzen Besprechung preist der Rezensent mit dem Kürzel "upj." dieses Buch an, dass eine "bildliche und einleuchtende" Antwort auf die Frage gebe, was Denken eigentlich ist.. Der Autor habe dafür Textstellen bei Philosophen herausgesucht, die die Metapher des "Spinnens" für die Geistestätigkeit einsetzen und die vor Augen führen, wie verbreitet dieser Vergleich ist, referiert der Rezensent, der offenbar nichts zu bemängeln hat.
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Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3
07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen
Goncalo M. Tavares: Die Versehrten
19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen
Laszlo Vegel: Sühne
12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen







