Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.07.2000
Das Einstein Forum in Potsdam, gegründet 1992, führt sein erstes Jahrbuch mit einem Beitrag zum Umbau des Hradschin in den zwanziger Jahren von Wolfgang Kemp ein: "freies Sprechen im wahrsten Sinne", nennt dies Fritz Göttler, ein gewissermaßen flanierendes Sprechen über die Sprache der Architektur. Vom Hradschin geht es zu Einsteins Sommerhaus in Caputh, von dort über Levinas zurück nach Prag, diesmal Kafka... Ein Denken soll dokumentiert werden, das nicht nur "Natur und Kultur verbindet" sondern auch ihre respektiven Wissenschaften. Göttler schreibt freundlich darüber. Aber warum endet seine Besprechung mit einem Hinweis auf "die Wissenschaft als verlorenes Paradies, eine Idylle"? Weil Wissenschaft als Vergangene dann wieder gemütlich ist?
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