Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Englischen von Friedhelm Rathjen. Das Anwesen ist etwas unreinlich, aber offen für jedermann und einfach ein herrlicher Ort: Im Abercorran House in London leben die Morgans samt Hunden, Tauben und Zufallsgästen wie die Waltons in der Villa Kunterbunt - "regellos, unsolide, rätselhaft" in den Tag hinein. Dort möchte man sitzen und seine Gedanken ziellos treiben lassen oder mit Freunden durch den großen Abenteuergarten ziehen. Doch dies alles existiert nur noch in der Erinnerung, die Arthur Froxfield und die alte Haushälterin Ann wiederaufleben lassen. Noch einmal sind sie da, all die seltsamen Menschen, wunderbaren Geschichten und starken Erlebnisse.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.11.2005
Rezensent Gerhard Schulz ist noch erkennbar bezaubert von einem Roman voller "Klänge und Bilder, Märchen und Wirklichkeit", und mittendrin dem wundersamen Haus der "Unbekümmerten". Es geht über eine Familie in London und ihre Wurzeln in Irland. Das Buch entfalte sich nur langsam und "verhalten" auf, notiert der Rezensent. Geschichten tauchen auf und werden erzählt,ebenso wie Gäste das Haus besuchen, einige Wochen bleiben und dann wieder verschwinden. Thomas führt einen Schriftsteller als Erzähler ein, der den Leser nicht ohne einen Hang zum "Versponnenen" in einem "feinen poetischen Gespinst" durch die Verwicklungen der Vergangenheit und eine Gegenwart führt, die mittlerweile selbst schon wieder Vergangenheit ist. Edward Thomas? Roman ist 1913 erschienen, berichtet der Rezensent, und gehört nicht zuletzt aufgrund seiner gepflegten Melancholie zur "europäischen Boheme-Literatur" der Jahrhundertwende.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 23.08.2005
Sabine Peters begrüßt die "mutige und schöne Entscheidung" des Steidl-Verlags, Thomas Edwards bereits 1913 geschriebenen Roman zu veröffentlichen. Edwards, als Soldat im Ersten Weltkrieg gefallen, porträtiert die Familie Morgan, die für jeden eine offene Tür hat in ihrem Haus, dem Paradies für Kinder und ewige Träumer. Der Ich-Erzähler erinnert sich an seine eigene Kindheit in dieser Idylle und tut das mit ausführlichen Naturbeobachtungen und Stimmungsbeschreibungen. Etwas mehr Handlung oder Realität vermisst die Rezensentin in dieser Bilderbuchwelt aber nicht, was sie lobend der unsentimentalen Sprache und ungewöhnlichen Struktur des Romans zuschreibt: Tagebuchnotizen und lyrische Naturbescheibungen, Legenden und "untergründig ironische Kapitel" - selbst der Übersetzer Friedhelm Rathjen findet es schwierig, Edwards literarisch einzuordnen, lesen wir. Und Peters stimmt ihm erfreut zu, auch, wenn sie befürchtet, dass das Glück, das sie in den "Unbekümmerten" in der Langsamkeit entfaltet sieht, für heutige Leser "nicht leicht wahrzunehmen" ist.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.05.2005
Welch Lob ist, wenn ein Roman den Rezensenten zum gut gelaunten Philosophieren verführt! So ist es Andreas Dorschel ergangen, der über Ordnung, Unordnung und das Leben sinniert, um letztlich eines zu sagen: Dieser Roman von Edward Thomas, verfasst 1913, ist klug und schön. Klug, weil er über die "Freuden" der Unordnung erzählt, aber weiß, dass dahinter womöglich eine "subtile Ordnung" stecken könnte. Und deshalb, weil er das Anarchische, den Lebensentwurf des Taugenichts, nicht verherrlicht, sondern als durchaus fragiles Glück darstellt. Und schön, weil seine Geschichte von "Menschen, die ihr Leben nicht als Projekt verfolgen und als Karriere organisieren", ihre Entsprechung in der Form - "schweifend, mäandernd" - findet. Der einzige Wermutstropfen: die zuweilen nachlässige - unordentliche! - Übersetzung.
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19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen
Laszlo Vegel: Sühne
12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen







